Quick-Briefing: MS-SharePoint-Metadaten Teil 5/7: Die Zahlenspalte im Einsatz

Shownotes

Willkommen zu Teil 5 unserer 7-teiligen Serie rund um das Thema Microsoft SharePoint Metadaten!

In dieser Folge lösen wir ein frustrierendes Phänomen im Büroalltag: Sie sortieren eine Liste und stellen fest, dass die Zahl 10 vor der 2 einsortiert wird. Wir erklären, warum relationale Datenbanken bei Ziffern in Textfeldern versagen und weshalb die SharePoint Zahlenspalte das unverzichtbare Fundament für korrekte Auswertungen, Kennzahlen und Projektbudgets bildet.

Was Sie in dieser Folge lernen:

  • Die alphabetische Sortierfalle: Warum Datenbanken Ziffern in Freitextfeldern rein von links nach rechts wie Wörter lesen („10“ vor „2“) statt ihren mathematischen Wert zu erkennen.
  • Rechenleistung und Performance: Warum die Zahlenspalte (Datentyp Integer/Dezimal) Abfragen und Filter massiv beschleunigt, während Textfelder das System ausbremsen.
  • Die Artikelnummern-Regel: Warum Kennungen wie Rechnungs- oder Artikelnummern (z. B. 4711) trotz Ziffern zwingend in Textfelder gehören (kein Durchschnitt, keine Summe sinnvoll).
  • Nackte Fakten brauchen Kontext: Wie Sie reine Zahlenwerte durch gezielte Nachbarspalten (Währung, Einheit, Zuständigkeiten) für Auswertungen aussagekräftig machen.
  • Vom Bericht rückwärts denken: Wie Sie bereits bei der Definition von Spalten festlegen, welche Schwellenwerte (z. B. Projekte über 10.000 €) später gefiltert werden müssen.

Weiterführende Links zur Folge:

Blogartikel zum Nachlesen: Den vollständigen Fachartikel „Die Microsoft SharePoint Metadaten Zahlenspalte“ finden Sie hier: 👉 https://rohinie.com/microsoft-sharepoint-metadaten-zahlenspalte/

Praxiskurs: Sie möchten Schritt für Schritt lernen, wie SharePoint Metadaten eingerichtet und optimal in der Praxis genutzt werden? Alle Details zu unserem Kurs „Microsoft SharePoint – Grundlagen und Praxis“ gibt es hier:

👉 https://rohinie.com/sharepoint-kurs/

Transkript anzeigen

00:00:00: Willkommen zur heutigen Tiefenanalyse.

00:00:03: Wir haben heute eine Mission, wir wollen nämlich einen auf den ersten Blick total trockenes Thema in einen echten Aha-Moment für dich verwandeln!

00:00:12: Genau es geht nämlich um die Microsoft SharePoint Zahlenspalte.

00:00:16: Klingt nach purer Verwaltung aber das ist der Schlüssel gegen das absolute Datenchaos.

00:00:22: Ja und du kennst dieses Leid ganz sicher auch.

00:00:24: Du hast eine riesige Liste mit digitalen Dokumenten, Rechnungen, Budgets oder so.

00:00:30: Der ganz normale Wahnsinn im Arbeitsplatz.

00:00:32: Eben!

00:00:33: Und du klickst hoffnungsvoll auf Sortieren... ...und plötzlich zack steht die Zehen vor der zwei.

00:00:39: Okay, lass uns das mal aufdröseln.

00:00:42: Warum passiert das in unseren System eigentlich so verdammt

00:00:45: oft?

00:00:46: Naja, dass passiert weil wir instinktiv Zahlen oft völlig falsch speichern.

00:00:51: Wir tippen sie in der Eile einfach in ein ganz normales Textfeld ein.

00:00:55: Weil es halt am schnellsten geht, oder?

00:00:57: Ein Bank ist das dann eben keine echte Zahl!

00:01:00: Das ist für die nur eine Aneinanderreihung von Zeichen – also quasi wie ein ganz normales Wort.

00:01:06: Ach so und weil im Alphabet das Zeichen eins vor der zwei kommt, reiht der Computer die zehn direkt nach der Eins ein.

00:01:13: Richtig.

00:01:14: Weit vor der Zwei.

00:01:15: Das System liest es einfach strikt vom links nach

00:01:18: rechts.

00:01:19: Das ist so, als würde man versuchen mit einem Taschenrechner Buchstaben zu addieren.

00:01:23: Völlig absurd!

00:01:24: Aber warte mal wenn ich in eine Tabelle fünfhundert eintippe sieht das für mich doch eindeutig aus wie ne Zahl?

00:01:30: Ja... Für dich als Mensch schon!

00:01:32: Warum

00:01:32: ist das System dann nicht einfach schlau genug, das Textfeld kurz auszulesen die Ziffern zu erkennen und das beim Sortieren selbst zu reparieren?

00:01:40: Warum muss sich extra eine spezielle Zahlenspalte

00:01:43: anlegen?!

00:01:44: Hier wirklich faszinierend ist, es geht um die fundamentale Art wie Datenbanken arbeiten und Speicherplatz zuweisen.

00:01:52: Ein Text fällt extrem flexibel – das frisst einfach alles!

00:01:56: Buchstaben, Sonderzeichen, Zahlen ….

00:01:59: Okay klingt doch eigentlich praktisch…

00:02:01: Ist es auch?

00:02:02: Aber genau diese Flexibilität macht Berechnungen unfassbar fehleranfällig und langsam.

00:02:08: Wenn das System bei jedem einzelnen Filtervorgang erst raten und analysieren muss, ob fünfhundert Euro nun eine Zahl oder ein Text ist – das kostet immens Rechenleistung.

00:02:20: Verstehe!

00:02:21: Das bremst also alles aus?

00:02:22: Total.

00:02:23: Die Zahlenspalte zwingt das System von vornherein auf einen reinen Datentyp, also Integer.

00:02:30: Das ist das Fundament für objektive Vergleiche und saubere Projektkennzahlen.

00:02:35: Okay, das leuchtet ein.

00:02:36: Wenn ich das System also zwinge echte Zahlen zu sehen ist das Sortierproblem gelöst.

00:02:42: Da nutzen wir ab sofort einfach für alles was aus Ziffern besteht die Zahlenspalte.

00:02:47: Naja Moment hier wird es jetzt richtig interessant.

00:02:50: Lass mich raten!

00:02:51: Das hat einen Haken.

00:02:52: wenn ich da jetzt meine Artikel oder Rechnungsnummer rein packe Was passiert dann?

00:02:57: Darf ich das nicht?

00:02:58: Nein lieber nicht!

00:02:59: Das wirft eine wichtige Frage auf nämlich wie wir Daten sinnvoll kombinieren und trennen.

00:03:04: Das ist so ein blinder Fleck bei vielen Nutzern.

00:03:06: Inwiefern?

00:03:08: Eine Rechnungsnummer besteht doch nur aus Zahlen!

00:03:10: Ja

00:03:10: schon, aber eine Artikel-Nummer – sagen wir mal – ist gar kein echter Messwert.

00:03:16: Das ist im Grunde nur ein Marme der rein zufällig aus Ziffern besteht.

00:03:19: Ah

00:03:19: ich glaube ich verstehe worauf du hinaus willst.

00:03:22: Genau Du willst ja niemals den Durchschnitt all Deiner Artikelnummern berechnen oder wissen ob die Summe deiner Rehnungsnummern größer als zehntausend ist.

00:03:31: Das ergibt keinen Sinn.

00:03:32: Stimmt, das wäre völlig nutzlos!

00:03:34: Also behören diese Identifikationsnummern zwingend in Extfelder – exakt!

00:03:39: Nur

00:03:40: echte Kennzahlen mit denen du rechnen oder filtern willst gehören in die Zahlenspalte.

00:03:45: Okay aber selbst bei echtem Messwerten.

00:03:47: also wenn ich jetzt einfach fünfundachtzig in die Zahnspalter eintippe weiß das System doch immer noch nicht was das bedeutet.

00:03:54: Sind das u.a.-fünfundachzig Euro?

00:03:58: Die Zahl steht da ja völlig nackt im Raum.

00:04:01: Sehr guter Punkt!

00:04:02: Die Datenbank ist extrem wörtlich, sie speichert rigoros nur den reinen Wert eighty-fünf.

00:04:08: SharePoint verwaltet diese Einheiten nicht automatisch.

00:04:11: Das heißt ich muss der Zahl irgendwie einen Kontext geben.

00:04:14: Genau das.

00:04:15: Du machst es indem du die Zahlen spalte mit anderen Metadaten kombinierst.

00:04:20: Du brauchst quasi Nachbarspalten die der nackten Zahl Sinn einhauchen.

00:04:25: Also brauche ich eine separate Spalte, in der dann steht dass diese € sind.

00:04:30: Oder eine Personenspalte?

00:04:31: wo steht?

00:04:31: Kollege Müller verantwortet diese €.

00:04:34: Richtig!

00:04:34: Und die Magie passiert wenn du all das in einem Endbericht miteinander verknüpft?

00:04:40: Die Zahlenspalthe liefert den mathematischen Wert und die anderen spalten den Kontext.

00:04:45: also was bedeutet das alles?

00:04:47: Wenn ich jetzt an meinen Schreibweg zurückkehre und das Chaos besiegen will Was ist die absolute Grundregel für den Alltag?

00:04:55: Wenn wir das mit dem großen Ganzen verbinden, dann lautet die wichtigste Regel.

00:04:59: Denk immer vom gewünschten Bericht aus rückwärts!

00:05:02: Also schon das Ende im Kopf haben bevor ich anfange?

00:05:05: Genau.

00:05:06: Frag dich was genau will ich in sechs Monaten filtern oder berechnen?

00:05:09: wenn du weißt dass du später alle Projektkosten über Zehntausend filtern musst Dann weißt Du heute schon dass du dafür zwingend eine Zahlenspalte brauchst.

00:05:18: Zusammenfassend heißt es also Die Zahlenspalte ist echt der Schlüssel zu sauberen Kennzahlen, aber eben nur wenn man ihr durch andere Metadaten Kontext gibt und sie nicht für reine Text-IDs missbraucht.

00:05:30: Das unterschreibe ich so – bessere Entscheidungen durch saubere Daten

00:05:35: Und nie wieder händisches Suchen in unübersichtlichen Listen!

00:05:39: Damit entlassen wir dich heute mit einem kleinen, aber provokanten Gedanken.

00:05:43: Oh da bin ich jetzt gespannt.

00:05:45: Wirf nach dieser tiefen Analyse mal einen Blick auf deinen eigenen digitalen Arbeitsplatz.

00:05:51: Wie viele deiner aktuellen Zahlen sind heimlich tickende Textfeldzeitbomben, die nur darauf warten deine nächsten wichtigen Bericht zu ruinieren?

00:06:00: Denk mal drüber nach!

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.