Experten-Talk: Microsoft Loop Architektur – Arbeitsbereiche und Seiten strategisch steuern
Shownotes
Kennen Sie das Szenario vor entscheidenden Meetings? Eine Zahl wird gebraucht – und die Zusammenarbeit verwandelt sich in Sekundenschnelle in ein archäologisches Ausgrabungsprojekt durch verschachtelte Ordner, tiefe Netzlaufwerke und unübersichtliche Chat-Verläufe.
In diesem ausführlichen Experten-Talk sezieren wir die Architektur von Microsoft Loop und beleuchten die strategischen Hebel für IT-Leitung und Management:
Das Ende der Dateiablage: Warum das Dogma der statischen Datei ausgedient hat und wie Loop Daten in fluide, echtzeit-synchronisierte Bausteine verwandelt.
Lizenz-Fundamente & IT-Sicherheit: Warum Basis-Lizenzen im Unternehmenskontext auf Treibsand bauen und wie Enterprise-Lizenzen (E3/E5) mit mandantenweitem Scanning und Data Loss Prevention (DLP) vor Datenlecks schützen.
Das Atelier-Prinzip: Wie die Trennung zwischen Workspaces (geschützter Governance-Rahmen) und Pages (grenzenlose Arbeitsfläche) Agilität mit Kontrolle vereint.
Top-Down-Hierarchien gegen das Scroll-Chaos: Warum lineare Seitenansammlungen scheitern und wie Führungskräfte mit KPI-Dashboards den Überblick behalten, während operative Details auf Unterseiten wandern.
Kognitiver Wandel: Wie das Verschwinden isolierter Silos nicht nur Arbeitsabläufe, sondern das unternehmensweite Problemlösen grundlegend verändert.
Der Fschartikel zum Nachlesen ist hier: https://rohinie.com/loop-arbeitsbereiche-seiten/
Transkript anzeigen
00:00:00: Du kennst das sicher.
00:00:00: Man sitzt in einem extrem wichtigen Meeting, die Zeit drängt wirklich.
00:00:05: so eine richtig kritische Entscheidung steht an.
00:00:07: Oh ja!
00:00:07: Der Klassiker.
00:00:08: Genau
00:00:08: und plötzlich fragt jemand nach dieser einen ganz bestimmten Auswertung vom letzten Quartal.
00:00:14: Und was dann passiert ist fast schon tragikomisch.
00:00:17: Die gesamte digitale Zusammenarbeit des Teams verwandelt sich in Bruchteilen von Sekunden in so ein archäologisches Ausgrabungsprojekt.
00:00:26: Absolut, jeder fängt an zu graben!
00:00:28: Richtig – wir scrollen dann hektisch durch endlose Chat-Verläufe in Teams, durchsuchen diese völlig verschachtelten Sharepoint Verzeichnisse, klicken uns durch Netzlaufwerke die gefühlt tiefer und dunkler sind als der Marianengraben immer auf der Suche nach dieser einen Datei,
00:00:52: Und meistens ist es dann doch die falsche Version.
00:00:54: Exakt, und genau deshalb nehmen wir dich heute mit auf eine tiefgreifende Analyse genau dieses Problems!
00:01:01: Unsere Mission heute?
00:01:03: Wir zizieren die Architektur von Microsoft Loop – wir schauen uns an wie moderne Unternehmen diese gefürchtete Silo-Mentalität endlich aufbrechen können ohne dabei sofort im kompletten digitalen Chaos zu versinken.
00:01:17: Was ja sehr schnell passieren kann!
00:01:19: Absolut, es geht heute um die strategische Steuerung von Arbeitsbereichen.
00:01:24: Das ist dein Shortcut um ein Werkzeug das gerade einen echten Paradigmenwechsel einläutet, strategisch zu durchdringen.
00:01:33: Aber lass uns direkt mit diesem Bild der Ausgrabungen starten.
00:01:37: Wenn ich mir anschaue wie wir heute arbeiten frage ich mich ernsthaft Warum vergraben wir eigentlich im Jahr für unsere wichtigsten strategischen Daten immer noch wie alte Knochen in irgendwelchen Ordnern?
00:01:50: Das ist wirklich die zentrale Frage, an der heute fast jedes größere Unternehmen knabbert.
00:01:55: Und die Antwort darauf ist eigentlich recht simpel auch wenn sie vielen im Management-Näher nicht so wirklich gefällt.
00:02:02: Okay!
00:02:03: Das Problem ist nämlich in den seltensten Fällen ein Mangel ans Software.
00:02:07: Wir haben mehr als genug Tools.
00:02:09: Das eigentliche Hindernis ist die konzeptionelle Starheit unserer traditionellen Systeme.
00:02:14: Denk einfach mal an diese klassischen statischen Verzeichnisse oder eben an diese endlosen Teamschats,
00:02:21: wo alles einfach nach oben wegskrollt?
00:02:23: Genau!
00:02:24: Die laufen einfach chronologisch durch und Wissen ist nach zwei Tagen auf Nimmerwiederssehen im digitalen Nirvana verschwunden.
00:02:31: Diese linearen starren Strukturen können mit dem agilen Asynchronentempo moderner Märkte schlichtweg nicht mehr mithalten.
00:02:38: Wenn sich ein Projekt, sagen wir mal täglich wandelt...
00:02:41: Dann kannst du ja nicht jede Woche eine neue Ordnerstruktur erfinden.
00:02:44: Richtig!
00:02:45: Genau das geht eben nicht.
00:02:46: und Microsoft Loop positioniert sich hier nicht einfach als ein weiteres Tool in dass wir irgendwelche Dinge ablegen.
00:02:54: es ist ein radikaler Paradigmenwechsel in der Art und Weise wie wir überhaupt über Informationen nachdenken.
00:03:01: Okay lass uns das mal aufdröseln.
00:03:03: wenn ich an das klassische Ordnersystem denke dann ist das für mich im Grunde wie so ein physischer Akten-Schrank unten im Keller des Büros.
00:03:11: Schönes Bild, ja!
00:03:13: Man muss aufstehen sein Schreibtisch verlassen in den Keller gehen die richtige Schublade aufziehen Die Akte physisch herausnehmen und sie dann in den Konferenzraum tragen.
00:03:24: Wenn wir jetzt über diesen Paradigmenwechsel sprechen hebt diese neue Architektur diesen physischen Schrank einfach nur in die Cloud.
00:03:35: Also machen wir denselben Fehler Einfach digital weiter, nur mit einem modernen Interface?
00:03:40: Oder passiert da konzeptionell wirklich etwas fundamental anderes.
00:03:43: Da passiert etwas fundamental Anderes!
00:03:47: Und genau das macht den Abschied vom Aktenschrank sozusagen so endgültig.
00:03:51: Die zugrunde liegende Architektur von Loob verabschiedet sich komplett und ich meine wirklich komplett vom Dogma der Datei-Ablage.
00:03:58: Okay krass wie genau?
00:04:00: Naja, in der alten Welt in deinem Akten-Schrank delegieren wir Informationen dorthin wo sie alphabetisch oder chronologisch hingehören.
00:04:08: Wie isolieren Sie in einem Dokument?
00:04:11: Wir zwingen den Nutzer quasi zur Information zu reisen.
00:04:14: Man muss den Fahrt kennen ja!
00:04:16: Richtig Bei Loop dreht sich dieses Prinzip um.
00:04:19: Informationen fließen dynamisch genau dort hin wo das Team sie im Moment der Entscheidung gerade braucht.
00:04:25: Die Daten sind nicht mehr an einen festen Speicherort im Sinne eines starren Dokuments gebunden.
00:04:30: Moment, wie genau muss ich mir das technisch vorstellen?
00:04:33: Wenn die Information nicht mehr in einer Datei liegt.
00:04:36: Wo ist sie dann?
00:04:37: Schwebt die denn einfach frei herum?
00:04:38: Das is der absolute Kern der Technologie!
00:04:41: Wir sprechen hier von der Entkopplung... ...der Daten von der Anwendungsoberfläche.
00:04:46: Früher war eine Tabelle untrennbar mit dem Programm EXCEL und der XLSX-Dateil verbunden.
00:04:51: Logisch
00:04:51: ja.
00:04:52: In dieser neuen Architektur wird die Tabelle zu einem fluiden Baustein einer sogenannten Komponente.
00:04:58: Dieser Baustein lebt in einem zentralen sich ständig selbst synchronisierenden Datengrafen.
00:05:03: Das bedeutet, du kannst exakt dieselbe Tabelle den selben Datenbaustein gleichzeitig in einen Teamschat, in eine Outlook-Email und auf einer Loopseite einbetten.
00:05:13: Das heißt wenn mein Marketingteam jetzt in einem Teamschat ne Zahl in dieser Tabelle ändert?
00:05:18: Dann ändert sich diese Zahl in exakt derselben Millisekunde auch in der E-Mail die der Kollege aus der Rechtsabteilung gerade in Outlook liest.
00:05:26: Wahnsinn!
00:05:26: Er muss die Mail nicht neu laden.
00:05:28: Nein, überhaupt nicht!
00:05:29: Er sieht den Tastenanschlag quasi live in seinem Posteingang.
00:05:33: Die Daten passen sich den Arbeitsabläufen an – nicht umgekehrt.
00:05:37: Das bedeutet für Entscheider dass sie nicht mehr Verwalter von irgendwelchen Ablageorten sind sondern Architekten von Informationsflüssen.
00:05:44: Okay wow... das ist natürlich ein Traum für die Produktivität.
00:05:49: nie wieder wer hat die aktuellste Version spielen?
00:05:52: Aber, und hier kommt ein großes Aber.
00:05:54: Warte mal!
00:05:55: Wenn ich mich jetzt in die Lage der internen IT oder des Managements versetze... Da schrillen bei mir sofort alle Alarmglocken.
00:06:02: Oh ja das höre ich oft.
00:06:03: Wenn diese Komponenten wirklich überall sein können eingebettet in Chats fallen gelassenen Emails geteilt in irgendwelchen Notizen wird das dann nicht zu einem absoluten Sicherheitsalbtraum?
00:06:15: Das ist die große Gefahr.
00:06:17: Ja
00:06:17: Wie verhindert man denn, dass diese völlig frei fließenden Unternehmensdaten nicht unkontrolliert abfließen?
00:06:23: Ich meine ein Dokument in einem Ordner kann ich mit einem Vorhängeschloss versehen also mit Rechten.
00:06:29: Aber wie kontrolliere ich einen Informationsfluss?
00:06:31: Das ist ein hervorragender Einwand und genau hier scheitern extrem viele Unternehmen wenn sie solche Systeme blauäugig einführen.
00:06:40: die Antwort liegt tief im Fundament der Architektur nämlich bei den Lizenzen.
00:06:46: Es ist absolut kein Zufall, dass wir hier so stark zwischen Consumer-Produkten und Enterprise-Architekturen unterscheiden müssen.
00:06:53: Du sprichst von Microsoft three-fünfundsechzig Family versus den Enterprise-Lizenzen wie E Three oder E Fünf?
00:07:01: Wir wissen ja, dass gerade viele Startups – oder auch kleinere extrem agile Teams aus Kosten gründen – oft einfach mit so Family-, oder Basis-Business-Lizenzen arbeiten!
00:07:10: Richtig das sieht man oft.
00:07:11: Die wollen ja einfach nur schnell zusammenarbeiten.
00:07:15: Aber bauen die sich damit nicht ein kartenhausartiges Sicherheitsrisiko auf, wenn ihr auf diese fluide Arbeitsweise umsteigen?
00:07:22: Absolut.
00:07:23: Sie bauen buchstäblich auf Treibsand!
00:07:25: Was hier faszinierend ist, ist die technische Mechanik hinter diesen Lizenzen.
00:07:29: Ja man kann diese Arbeitsbereiche über kleinere Lizencen nutzen.
00:07:33: Das bietet maximale Flexibilität am Anfang.
00:07:36: Aber für echtes Plattformmanagement fehlen dort alle Hebel.
00:07:39: Warum?
00:07:39: Weil die IT-Sicherheit in einer fluiden Welt völlig anders funktioniert.
00:07:43: Wenn wir über Unternehmensdaten sprechen, ist dein Office-Drei-Fünfundsechzig E drei Konto oder eben höher zwingend erforderlich – nicht nur wegen irgendwelcher Premium-Features sondern wegen der Art und Weise wie die Daten gescannt werden.
00:07:53: Wenn
00:07:53: es keine Datei mehr gibt, die man klassisch scannen kann….
00:07:57: wenn die Tabelle, wie du sagst als Geist durch Emails & Chats schwebt!
00:08:01: Der Trick ist sie schwebet zwar für den Nutzer sichtbar frei herum aber technologisch muss sie natürlich irgendwo verankert sein.
00:08:08: Diese Fluidenkomponenten werden physisch im OneDrive oder SharePoint des Erstellers gespeichert.
00:08:13: Ah, also doch ein Speicherort?
00:08:15: Ja allerdings nicht als klassische Datei die du per Doppelklick öffnest sondern als eine Art Container für diesen Synchronisationsgrafen.
00:08:22: und genau hier greift die E-III Lizenz.
00:08:24: erst auf dieser Enterprise Ebene hat das System die Fähigkeit zum mandanten Weitenscanning.
00:08:29: Das heißt sie scannen diese Kontine
00:08:30: Genau.
00:08:31: Die Compliance-Richtlinien und die Data Lost Prevention scannen im Hintergrund kontinuierlich diese unsichtbaren Container auf sensible Inhalte.
00:08:39: Okay, machen wir ein Beispiel!
00:08:41: Das heißt wenn jemand aus dem Marketing diese Live-Tabelle mit strengen geheimem Umsatz zahlen in eine E-Mail packt – und diese E-mail sagen wir mal an eine externe Agentur weiterleiten will?
00:08:53: Was passiert
00:08:53: dann?!
00:08:54: Dann greift die Policy in Echtzeit ein….
00:08:56: Das System erkennt sofort halt.
00:08:58: diese fluide Komponente enthält Finanzdaten, die als intern klassifiziert sind.
00:09:03: Der Versand an die externe E-Mailadresse wird blockiert oder der externen Empfänger sieht anstelle der Tabelle nur eine Fehlermeldung das er keine Zugriffsrechte hat.
00:09:12: Führungskräfte missnesen unkontrollierten Wildwuchs von privaten Workspaces im Business also zwingend stoppen.
00:09:19: Wenn geschäftskritische Daten in einer Umgebung ohne diese mandantenweiten Scan-Fähigkeiten herumschwirren, hat die IT absolut null Kontrolle mehr.
00:09:27: Die Fäden der Datensicherheit und Governance müssen wirklich fest im Fundament der Enterprise-Lizenz verankert
00:09:33: sein.".
00:09:43: Wenn wir uns jetzt innerhalb dieser Festung befinden, schauen wir uns doch mal an wie diese Architektur in der Praxis für den ganz normalen Nutzer aufgebaut ist.
00:09:51: Sehr gerne!
00:09:52: Wir haben hier ja eine radikale Trennung – eine zweistufige Hierarchie aus Arbeitsbereichen, den sogenannten Workspaces und Seiten, den Pages.
00:10:00: Ich stelle mir das eigentlich gerne so vor Der Workspace ist wie ein hochgesichertes riesiges Ateliergebäude
00:10:06: Ein Atelier-Gebäude?
00:10:09: Genau das Management verwaltet dieses Gebäude, stellt sicher dass die Alarmanlage also unsere Data Loss Prevention funktioniert und vergibt die Schlüssel an die Künstler – also an die Projektteams.
00:10:20: Das sind die Leitplanken!
00:10:21: Die Seiten innerhalb dieses Gebäudes, das sind dann die leeren Leinwände.
00:10:26: auf denen können die Teams dann völlig frei mit Farbe um sich werfen und kreativ werden.
00:10:33: Danke Aber wie genau arbeiten die Teams auf diesen Leinwänden, wenn das keine starren Textdokumente mehr sind?
00:10:41: Wie strukturiert sich diese Arbeit in der
00:10:42: Realität?".
00:10:43: Ich mag diese Metapher mit dem Ateliergebäude wirklich sehr.
00:10:47: Denn sie verdeutlicht perfekt die zwei Geschwindigkeiten, die ein modernes Unternehmen heute braucht – also Stabilität auf der Gebäudeebene und absolute Agilität.
00:10:58: Um bei deinem Bild zu bleiben, auf diesen Leinwänden wird nicht einfach nur statische Farbe aufgetragen.
00:11:04: Die Seiten sind im Grunde unendliche Flächen...
00:11:06: Also ohne Rand und Seitenumbruch?
00:11:08: Richtig!
00:11:09: Kein Dienervierformat mehr.
00:11:11: Und auf diesen Flächen ordnest du genau diese dynamischen Komponenten über die wir vorhin gesprochen haben frei an.
00:11:17: Du fängst eben nicht mit einem weißen Blatt an Bei dem oben Stur der Titel und unten das Fazit steht
00:11:22: Sondern ich baue mir mein eigenes Cockpit zusammen.
00:11:24: Ganz genau Du ziehst dir eine Aufgabenliste per Drag and Drop auf die Seite.
00:11:29: Daneben legst du einen Absatz für Brainstorming-Notizen und direkt darunter platzierst du ein komplexes Trackingtool für den Projekt Fortschritt.
00:11:37: Alles auf einer Ansicht!
00:11:38: Ja, und weil all diese Bausteine eben synchronisiert sind wird diese Seite zu einem lebenden Organismus.
00:11:45: Jemand hakt in Microsoft To Do auf seinem Handy eine Aufgabe ab und zack auf deiner Loopsite verschwindet dieser Aufgabe ebenfalls – live vor deinen Augen.
00:11:54: Das ist wirklich extrem dynamisch.
00:11:56: Und die Trennung in diese zwei Ebenen ist genial skalierbar!
00:11:59: Auf der obersten Ebene, dem Arbeitsbereich hast du diese stabile Governance.
00:12:04: Da entscheidet sich wer darf das Ateliergebäude überhaupt betreten?
00:12:07: Wer hat den Schlüssel
00:12:08: und drinnen?
00:12:09: Und auf der Ebene darunter – auf den Seiten – hast du diesen völlig barrierefreien Informationsfluss bei denen die Teams sich ihr perfektes Arbeitsumfeld einfach selbst zusammenbauen.
00:12:19: Das gibt den Teams natürlich genau den Freiraum, den sie brauchen ohne bei jedem neuen winzigen Arbeitsschritt einen IT-Ticket aufmachen zu müssen.
00:12:28: Aber und hier muss ich direkt wieder einhaken was bedeutet das alles für dich also für unseren Zuchhörer wenn du ein komplexes abteilungsübergreifendes Projekt leitest?
00:12:38: Da wird's strategisch.
00:12:39: Genau, denn ich erinnere mich da an die frühen Tage von Wikisystemen oder Tools wie Notion in vielen Firmen.
00:12:46: Am Anfang ist alles toll und agil Und nach sechs Monaten haben die Teams fünfhundert Seiten kreuz-und quer erstellt.
00:12:53: Jeder schmeißt irgendwelche Tabellen und Komponenten auf neue Leinwände.
00:12:57: Oh ja das sogenannte Spaghetti Monster
00:13:00: Entsteht da nicht extrem schnell ein... absolut unkontrollierbares endloses Scroll-Chaos?
00:13:07: Man reiht einfach Seite an Seite, und am Ende findet wirklich niemand mehr den ursprünglichen Projektplan.
00:13:14: Wie verhindert man dieses lineare Wachstum das ja oft der sichere Tod solcher Kollaborationsplattformen ist?
00:13:21: Das ist in der Tat die allergrößte Gefahr in der operativen Umsetzung!
00:13:25: Wenn wir das große Ganze betrachten – ist dieses linearen Wachttum der häufigste Fehler beim Rollout solcher Tools.
00:13:31: Wenn du als Manager einfach nur zulässt, dass Seite unter Seite geklatscht wird hast du das archäologische Ausgrabungschaos aus den alten Netzlaufwerken oder Chatverläufen eigentlich nur in ein neues bunteres Tool verlagert.
00:13:45: Man hat dann halt ein modernes Chaos aber immer noch einen Chaos?
00:13:48: Exakt!
00:13:49: Die Lösung dafür liegt im Architekturkonzept der thematischen Hierarchien.
00:13:53: Du darfst nicht flach bauen – du musst in die Tiefe bauen.
00:13:57: Wie genau baut man so eine thematische Hierarchie auf, ohne dass es sich für den Nutzer wieder anfühlt wie diese alten starren Windows Ordner die wir ja eigentlich loswerden wollten?
00:14:07: Das machst du durch ein logisches Top-Down Prinzip das ganz strikt zwischen Übersicht und Ausführung trennt.
00:14:15: Das Zentrum jedes Arbeitsbereichs muss zwingend eine übergeordnete Dashboard Ebene sein.
00:14:20: Das ist die Hauptseite deines Projekts
00:14:22: Die Startseite sozusagen
00:14:23: Genau.
00:14:24: Und hier kommt die wichtigste Regel von allen Diese Dashboard-Seite muss völlig frei von jeglichem operativen Detailrauschen sein.
00:14:32: Hier haben kleinteilige Aufgabenlisten oder irgendwelche ersten Textentwürfe absolut nichts zu suchen.
00:14:38: Was kommt stattdessen darauf?
00:14:40: Hier laufen ausschließlich die wichtigsten Key Performance Indikatoren, also die KPIs, die großen Meilensteine und die strategischen Ziele zusammen – alles andere wird verbannt!
00:14:49: Das heißt, wenn ich als Abteilungsleiter morgens in diesen Workspace-Gill sehe Ich auf dieser einen Dashboardseite sofort Okay, Projekt A ist im Zeitplan und leuchtet grün.
00:15:00: Bei Projekt B ist das Budget rot.
00:15:03: Ich muss mich nicht erst durch fünfzehn verschiedene Detailseiten wühlen um den Status quo überhaupt zu verstehen.
00:15:09: Exakt!
00:15:10: Das Dashboard ist ein zentraler Einstiegspunkt für die strategische Übersicht.
00:15:14: Es respektiert quasi die Zeit des Managements Aber die eigentliche Arbeit Der Dreck unter den Fingernägeln sozusagen muss ja trotzdem irgendwo gemacht werden.
00:15:23: Irgendjemand muss die Tabellen ja ausfüllen!
00:15:25: Richtig
00:15:26: und dafür nutzen wir die Unterseiten.
00:15:29: Lub ermöglicht es, Seiten fast unendlich ineinander zu verschachteln.
00:15:33: Unterhalb deines aufgeräumten Dashboards legst du dann eigenständige Unterseiten an für spezifische Arbeitspakete, für das wöchentliche Meetingprotokoll oder die wirklich detaillierte Fehleranalyse der IT.
00:15:45: Weißt Du?
00:15:45: Das löst eigentlich ein fundamentales klassisches Management-Problem, oder?
00:15:50: Welches meinst Du genau?
00:15:51: Na den ewigen Spagat zwischen dieser strategischen Flughöhe, die das Management unbedingt braucht und dem operativen Tiefgang, den das Team für die täglich handfeste Arbeit benötigt!
00:16:02: Völlig richtig!
00:16:03: Die Struktur kollabiert so nicht, weil die Details sauber untergeordnet sind.
00:16:08: Du bleibst morgens auf dem Dashboard und behältst die Kontrolle aber wenn du als Führungskraft siehst dass Meilenstein drei plötzlich auf Rot gesprungen ist und du genauer hinsehen willst dann reicht einen einziger Klick
00:16:21: Und man is direkt im Maschinenraum.
00:16:23: Genau, du tauchst ab in die spezifische Unterseite schaust dir den detaillierten Komponentenverlauf an sprichst dort mit dem Team klärs das Problem und gehst danach wieder zurück auf deine strategische Flughöhe.
00:16:36: Das Team behält seine kreativen agilen Leinwände für die Details, ohne damit das große Ganze für das Management
00:16:43: zuzumüllen.".
00:16:44: Das ist wirklich ein unfassbar elegantes Design-Prinzip!
00:16:48: Lass uns an dieser Stelle unsere Erkenntnisse aus dieser tiefgreifenden Analyse mal prägnant zusammenfassen.
00:16:55: Wir haben heute gesehen, wenn wir die Silos wirklich aufbrechen wollen reicht es nicht einfach nur eine weitere Cloud-Festplatte anzuschließen.
00:17:03: Nein das wäre zu kurz gedacht.
00:17:04: Genau!
00:17:05: Wir müssen die Informationen von der starren Datei entkoppeln.
00:17:09: Wir machen Daten zu Fluidenbausteinen, die genau da auftauchen wo wir sie gerade brauchen sei es nun in einer E-Mail einem Chat oder auf einer Loopseite.
00:17:19: Das beendet endgültig diese archäologischen Ausgrabungen von denen wir am Anfang sprachen.
00:17:25: Aber, und das ist das große Fette aber unserer heutigen Session – diese fließende Freiheit ist nur dann wirklich produktiv wenn das Fundament aus Stahl ist.
00:17:35: Das ist der wichtigste Punkt!
00:17:36: Ohne die mandantenweiten Sicherheitsmechanismen einer Enterprise-Lizenz wie der Data Loss Reprention wird diese neu gewonnene Freiheit ganz schnell zu einem unkontrollierbaren Risiko für die ganze Firma.
00:17:48: Die IT muss die Leitplanken setzen
00:17:50: Und auf organisatorischer Ebene müssen die Führungskräfte die Architektur aktiv steuern.
00:17:55: Das Ateliergebäude muss verwaltet werden, Dashboards für die Strategie Unterseiten für die operative Arbeit.
00:18:02: Es reicht eben nicht dem Team nur das neue Werkzeug auf den Tisch zu legen und zu sagen Ja macht mal Die Technik ist bereit Aber die Governance und Struktur müssen vom Menschen, von Management kommen.
00:18:14: So ist es!
00:18:15: Und weißt du während wir diese Architektorprinzipien jetzt so durchgegangen sind?
00:18:19: hat sich mir ein Gedanke aufgedrängt, den ich persönlich extrem faszinierend finde.
00:18:24: Oh, schieß los!
00:18:26: Wir reden die ganze Zeit darüber wie wir diese fliesenden Arbeitsbereiche technisch steuern, wie wir Lizenzenmanagen und Hierarchien bauen damit wir in Zukunft nicht mehr in starren Dateien und Ordnern denken müssen.
00:18:38: Aber stell dir mal vor was das langfristig mit uns macht auf einer reinen kognitiven Ebene – kleine Boxen.
00:18:43: Wenn diese Boxen jetzt plötzlich verschwinden.
00:18:45: Wenn unsere gesamten digitalen Werkzeuge in Zukunft völlig organisch, dynamisch und vernetzt funktionieren wird sich dann nicht auch die Art und Weise wie unser Gehirn an Problemlösungen herangeht radikal verändern?
00:18:57: Das ist ein interessanter Punkt!
00:18:59: Werden wir in fünf Jahren überhaupt noch in diesen isolierten strikten Abteilungs-Silos denken können wenn unsere Daten und Ideen schon längst grenzenlos als fluide Komponenten durch unsere digitalen Leinwände fließen?
00:19:12: Wow Das ist wirklich ein gewaltiger Gedanke.
00:19:16: Wenn der Aktenschrank physisch und digital verschwindet, verschwindete er dann irgendwann auch aus unserem Kopf?
00:19:22: Werden wir aufhören Probleme in Marketingprobleme und IT-Problemen zu unterteilen weil die Informationen sowieso in Echtzeit vor uns allen auf derselben Leinwand liegen?
00:19:31: Genau das ist eine große Frage!
00:19:34: Das ist ein wirklich inspirierender Gedankel der weit über die Architektur von Software hinaus geht Und mit diesem Gedanken möchte ich dich für heute entlassen.
00:19:42: Denk bei deinem nächsten Meeting mal kurz darüber nach, wie oft du Informationen heute noch mental in Ordnern sortierst und wie es wäre wenn diese Grenzen einfach wegfallen würden.
00:19:52: Eine schöne Hausaufgabe!
00:19:53: Auf jeden Fall – vielen Dank dass Du uns auf dieser Entdeckungsreise durch diese tiefgreifende Analyse begleitet hast.
00:20:00: Es war uns eine absolute Freude dieses komplexe Thema heute gemeinsam mit Dir aufzudröseln.
00:20:06: Bis zum nächsten Mal.
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