Experten-Talk – Power Automate Cloud: Grundlagen und Praxis

Shownotes

In diesem Experten-Talk sprechen wir über die architektonischen Grundlagen stabiler Cloud-Flows, den Unterschied zwischen Klick-Baukasten und belastbarer Logik sowie den wirtschaftlichen Hebel von Power Automate.

• Das Low-Code-Paradoxon: Warum einfache Drag-and-Drop-Baukästen ohne strukturelles Logikverständnis zu massiven technischen Schulden führen

• Strikte Datentypisierung als Fundament: Warum Power Automate Zahlenwerte in Textfeldern nicht automatisch berechnet und wie Typisierungsfehler vermieden werden

• Schleifenlogik und Arrays: Wie die Funktion „Auf jedes anwenden“ (Apply to each) wie eine klassische Programmierschleife funktioniert und JSON-Listen fehlerfrei verarbeitet

• Performante Datenabfragen mit OData: Warum das Laden kompletter Listen den Flow lahmlegt und wie Server-Filterabfragen API-Limits und Timeouts verhindern

• Der Workaround für unbekannte IDs: Wie man über eine dynamische OData-Suche nach E-Mail oder Kundennummer die interne SharePoint-System-ID zur Laufzeit ermittelt

• Fehlerbehandlung über Scopes: Wie logische Blöcke und die „Ausführen nach“-Konfiguration (Run after) sauberes Exception-Handling wie in der klassischen Softwareentwicklung ermöglichen

• Komplexe Genehmigungsprozesse (Approvals): Wie Flows ressourcenschonend pausieren, während sie auf menschliche Entscheidungen warten, und Switch-Aktionen den Pfad steuern

• Governance und Betriebssicherheit: Warum unternehmenskritische Flows über Service-Accounts laufen müssen und wie „Nur-Ausführen-Berechtigungen“ Manipulationen verhindern

• KI-Assistenten in der Praxis: Wo der Microsoft Copilot bei Variablen an seine Grenzen stößt und wie der AI Builder unstrukturierte Daten (z. B. Visitenkarten) strukturiert extrahiert

• Wirtschaftlichkeit & ROI: Warum sich die Investition in fundiertes Automatisierungswissen bereits nach der ersten eingesparten Arbeitsstunde amortisiert

Weiterführende Informationen

Diese Episode basiert auf unserem umfassenden Praxiskurs zu Power Automate Cloud.

Den Kurs und alle Details finden Sie hier:

https://rohinie.com/kurs-power-automate-cloud/

Transkript anzeigen

00:00:00: Du kaufst dir ein sogenanntes Low-Code-Automatisierungstool für dein Unternehmen.

00:00:05: Ja, vermutlich weil der versprochen wurde dass du dafür absolut nicht programmieren können musst.

00:00:10: Genau das!

00:00:12: Man denkt sich also ich klicke einfach ein paar Prozesse zusammen ziehe ein paar Boxen hin und her und fertig ist die digitale Transformation.

00:00:21: Das ist halt diese klassische Verkaufselusion die gerade überall kursiert.

00:00:25: Aber was passiert dann in der Realität?

00:00:28: Nach drei Wochen brechen deine automatisierten Workflows ständig zusammen.

00:00:32: Und der Grund dafür ist oft schlichtweg der, dass du sie wie bunte Lego-Bausteine behandelst und nicht wie echte

00:00:38: Softwarearchitektur.".

00:00:40: Ja das ist wirklich das absolute Paradoxon der modernen IT-Strategie – dass wir aktuell fast überall sehen!

00:00:46: Inwiefern genau?

00:00:48: Naja, diese neuen Werkzeuge sehen auf den allerersten Blick aus wie ein simples Spielzeug.

00:00:53: Aber die Geschäftsprozesse, die sie eigentlich steuern sollen sind ja hochkomplex!

00:00:59: Das heißt wenn man Low Code mit No Logic verwechselt hat man ein Problem

00:01:03: Ein riesiges.

00:01:04: Du baust dir unwissentlich massive technische Schulden auf Beim ersten unerwarteten Datenformat oder wenn du das Ding auf das ganze Team skalieren willst explodiert ihr dieses System dann förmlich im Gesicht.

00:01:16: Und genau deshalb haben wir uns für unsere heutige Analyse eine Quelle vorgenommen, die den Finger exakt in diese Wunde legt.

00:01:22: Wir setzieren heute das detaillierte Kurriculum und die Begleitmaterialien des Kurses Power Automate Cloud – Grundlagen & Praxis.

00:01:30: Richtig!

00:01:31: Unsere Mission dabei ist ziemlich klar….

00:01:33: …Wir wollen nämlich herausstinden ob dass hier nur ein weiteres oberflächliches Click-Tutorial für Office Nutzer ist oder ob wir über einen echten strategischen Hebel für das sprechen was die Quellen so treffend digitale Entlastung nennen.

00:01:47: Also wenn man sich die Struktur von diesen über dreizehn Stunden Videomaterial ansieht, dann werkt man sehr schnell das hier eine ziemlich steile These vertreten wird.

00:01:55: Welche denn?

00:01:56: Das dauerhafte und vor allem stabiler Automatisierung in der Microsoft-Dreihundertfünfundsechzig Umgebung tiefes handwerkliche Systemverständnis erfordert.

00:02:05: Okay!

00:02:06: Das klingt nach Arbeit...

00:02:07: ...is es auch.

00:02:08: Der Kurs nimmt dich von den absoluten Grundlagen bis hin zu KI gestützten Workflows mit aber Und das ist entscheidend, er verschweigt eben nicht die notwendige Komplexität, die dazwischen liegt.

00:02:19: Um zu verstehen wie man mit so einem Tool ganze Abteilungen entlasten kann müssen wir uns also ansehen wie die Software unter der Haube tickt und die Quellen steinen in den Lektionen fünfzehn bis einundzwanzig direkt ein

00:02:31: Genau!

00:02:31: Und zwar richtig tief – Mit Triggern Variablen und Datenstrukturen.

00:02:36: Da müssen wir kurz ansetzen.

00:02:38: Jeder Automatisierungsprozess braucht zunächst mal einen Auslöser, richtig?

00:02:42: Exakt.

00:02:42: Den sogenannten Trigger.

00:02:44: Das Curriculum unterscheidet hier sehr präzise.

00:02:47: Es gibt automatisierte Trigger Also sowas wie das Eintreffen einer bestimmten Email von einem Kunden.

00:02:54: Okay

00:02:55: Dann gibt es geplante Trigger die nach einem strengen Zeitplan laufen zum Beispiel jeden Freitagmorgen um acht und eben manuelle Trigger Die wirklich nur auf Knopfdruck reagieren

00:03:05: Aber das ist ja quasi nur der Zündfunke, oder?

00:03:07: Richtig!

00:03:08: Richtig spannend wird es erst danach.

00:03:10: Es geht im Kern darum wie Daten systematisch durch das System geschläust und verarbeitet werden.

00:03:16: Jetzt muss ich aber mal kurz den Teufelsadvocaten spielen.

00:03:19: Wenn Business-Entscheider Low Code hören erwarten die sofortige sichtbare Ergebnisse?

00:03:26: Verlieren wir uns dann nicht komplett in akademischen Details, wenn der Kurs die Business User jetzt zwingt sich auf einmal mit Stringvariablen, Integern oder Bullienwerten herumzuschlagen?

00:03:36: Das ist eine super Frage.

00:03:38: Aber die Praxis in den Unternehmen zeigt interessanterweise ein völlig anderes Bild!

00:03:44: Wieso das?

00:03:45: Stell dir mal vor du hast einen Flow gebaut, der automatisch Rechnungsbeträge aus E-Mails auslesen und addieren soll – ein ganz klassischer Use Case.

00:03:53: Klingt nach einem Standardprozess

00:03:55: ja?!

00:03:55: Wenn du Power Automate jetzt aber nicht durch eine variable Explizit mitteilst, dass dieser spezifische Wert ein Integer also eine echte Zahl ist.

00:04:05: Dann behandelt das System ihn standardmäßig als einfachen Textstring.

00:04:10: Ah warte!

00:04:11: Das heißt für das System ist die Zahl tausend dann einfach nur das Wort Tausend?

00:04:16: Ganz genau und jetzt versuch mal mit einem Textfeld mathematische Operationen durchzuführen.

00:04:22: Das wird schwierig

00:04:23: oder auch nur logische Abfragen zu stellen.

00:04:26: Wie ist dieser Betrag größer als tausend Euro?

00:04:30: Der Flow bricht in dem Moment sofort ab, erwürft einen Fehler.

00:04:34: Weil er versucht Äpfel mit Birnen zu vergleichen.

00:04:37: Exakt!

00:04:38: Die strikte Typisierung von Variablen ist also überhaupt kein theoretischer Ballast – sie isst das absolute Fundament auf dem die Stabilität des gesamten Prozesses ruht.

00:04:48: Ohne dass geht gar nichts

00:04:50: Verstehe.

00:04:51: Das klingt ja fast, als würden wir hier visuell programmieren lernen und nicht nur bunte Knöpfchen drücken.

00:04:56: Und dieses Problem potenziert sich vermutlich bei Arrays – also bei ganzen Listen von Daten!

00:05:01: In traditionellen Programmiersprachen ist das ja Standard aber in diesen visuellen Editoren stelle ich mir das extrem tückisch

00:05:08: vor.

00:05:09: Ist es auch?

00:05:09: Und genau deshalb legt das Kursmaterial einen massiven Wert auf die Funktion auf jedes Anwenden.

00:05:14: Was genau macht die?

00:05:16: Das ist im Grunde das visuelle Equisalent einer klassischen Programmierschleife.

00:05:20: Weißt du, wenn Power Automate über eine AP Daten aus SharePoint zieht, dann bekommst Du fast immer einen JSON Array zurück.

00:05:26: Auch wenn es nur ein einziger Datensatz ist?

00:05:28: Ja selbst dann!

00:05:29: In der Realität hast Du vielleicht nach einem Kunden gesucht aber technisch gesehen liefert das System eine Liste zurück die eben nur ein Element enthält.

00:05:37: Und Du musst dem System zwingend biping wie es diese Liste Element für Element abarbeitet.

00:05:43: Lass mich das mal mit einem physischen Bild greifbar machen, für dich als Hörer damit das klarer wird.

00:05:48: Eine Ray ist also nicht einfach die eine Rechnung, die vor mir auf dem Schreibtisch liegt – es ist quasi der gesamte Poststapel.

00:05:54: Das ist ne sehr gute Analogie ja!

00:05:56: Und diese Auf-Jedes Anwendenfunktion ist dann quasi mein Brieföffner?

00:06:00: Ich kann dem Computer nicht pauschal sagen, hey liest du die

00:06:02: Post?!

00:06:03: Nein... Der würde dich nicht verstehen.

00:06:04: Sondern ich muss ihm den präzisen Befehl geben, nehmt den obersten Umschlag öffne ihn liest den Betrag hefte ihn ab und dann ganz wichtig geht zurück zum Stapel und wiederhole exakt diese Schritte bis der Tisch restlos leer ist.

00:06:17: Eine sehr treffende Analogie für die Mechanik dahinter.

00:06:21: Und genau an diesem Punkt scheitern die meisten Anfänger Flows im echten Leben

00:06:26: Weil sie den Brieföffner weglassen

00:06:27: Bei sie Star darauf programmiert sind, exakt ein einziges Element zu verarbeiten.

00:06:33: Sie erwarten dass immer nur ein Brief auf dem Tisch liegt

00:06:37: und wenn an einem Dienstagvormittag dann plötzlich zwei Rechnungen gleichzeitig ankommen?

00:06:42: Dann kollabiert das System!

00:06:44: Es weiß nicht was es tun soll weil ihm die Logik für Wiederholung fehlt.

00:06:48: der Kurs macht hier unmissverständlich klar wer die logik von Errays und Schleifen nicht beherrscht Baut keine Workflows, sondern tickende Zeitbomben für die IT-Abteilung.

00:06:59: Brauche Worte

00:07:00: aber nachvollziehbar!

00:07:02: Wenn dieses technische Fundament also das Deklarieren von Datentypen und des Bauern von diesen Schleifen einmal steht stellt sich ja die Frage der echten Anwendung.

00:07:13: Wie übersetzen wir diese Theorie in die Lösung realer Effizienzprobleme im Büro?

00:07:18: Da kommen wir zu den Lektionen, Zweiundzwanzig bis Dreiundfünfzig.

00:07:22: Da widmet sich das Material extrem ausführlich der tiefen Integration von SharePoint und

00:07:27: Excel.

00:07:28: Okay – Das ist der Bereich, in dem die Arbeitsersperrnis wahrscheinlich am deutlichsten wird?

00:07:33: Absolut!

00:07:34: Und die Quellen behandeln hier nicht nur simple Lesezugriffe so nach dem Motto Zeig mir mal was in der Zelle steht

00:07:40: Sondern

00:07:41: Es geht um hochprofessionelle Datenmanipulation.

00:07:44: Also wie Filter, Ändere, Aktualisiere und lösche ich ganz gezielt Datensätze in riesigen Tabellenstrukturen?

00:07:51: Das

00:07:52: manuelle Synchronhalten von SharePoint-Listen und Excel-Tabellen ist ja für viele Projektmanager ein täglicher Kampf gegen Windmühlen.

00:08:00: Ständig überschreibt jemand aus Versehen eine Zeile oder man kopiert Daten von A nach B und verrutscht dabei blöderweise um eine Spalte.

00:08:08: Ja der Klassiker!

00:08:09: Ein gut gebauter Flow wirkt da wirklich wie ein unermüdlicher Assistent, der beim Copy-Paste einfach nie einen Fehler macht.

00:08:17: Er zeigt keine Konzentrationsschwächen.

00:08:19: Das Kursmaterial greift exakt diesen Schmerzpunkt auf – richtig!

00:08:22: Besonders bei Preisänderungen wird das durchexerziert.

00:08:25: Genau.

00:08:26: Wenn du hunderte Produkte in einer Sharepoint Liste anpassen musst, erledigt der Floh das in Sekunden.

00:08:32: Aber und hier wird's technisch wieder extrem relevant?

00:08:35: Das funktioniert nur performant und ohne Abstürze wenn man die richtigen Werkzeuge nutzt.

00:08:40: Was für Werkzeuge!

00:08:41: Ein sehr großes Thema, das der Kurs hier einführt ist ODATA.

00:08:45: Okay da müssen wir kurz in die Tiefe gehen um den Mechanismus zu verstehen.

00:08:49: warum brauche ich ODATA?

00:08:51: Reicht es nicht völlig aus dem Flow einfach zu sagen suche mir in der Liste den Artikel mit der Nummer Ja,

00:08:58: also wenn du das ohne OData machst.

00:09:01: Würde Power Automate im Hintergrund die komplette SharePoint-Liste über das Netzwerk in den Arbeitssprecher Dennis Flows laden?

00:09:08: Wollte mal die komplete Liste auch wenn da Zehntausend Einträge drin sind?

00:09:12: Ja alle Zehnteusendein Träge und erst danach fing der Flow an lokal bei dir nach dieser einen Nummer vier sieben eins zu suchen.

00:09:19: Das klingt nach einer extremen Verschwendung von Ressourcen.

00:09:22: Das

00:09:22: ist es auch, das frisst enorm viele System-Ressourzen, sprengt wahnsinnig schnell die AP Limits von Microsoft und führt im Alltag sehr oft zu sogenannten Timeouts.

00:09:32: Der Flow bricht also einfach ab weil's zu lange dauert!

00:09:35: Und wie löst OData dieses Problem?

00:09:37: Mit ner OData Filterabfrage färg innerst du die komplette Mechanik – Du verlagerst die Rechenleistungen auf den Server.

00:09:45: Du sagst SharePoint via API direkt.

00:09:48: hör mal, gib mir nur den Datensatz four seven eins eins und der Server sucht den raus.

00:09:53: Der Flow empfängt dann über das Netzwerk

00:09:55: exakt

00:09:56: ein einziges Element.

00:09:57: Wahnsinn!

00:09:59: Das ist natürlich ein gewaltiger Unterschied.

00:10:00: Das ist quasi der Unterschied zwischen einem System dass bei großen Datenmengen komplett blockiert und einem das in Millisekunden skaliert.

00:10:08: Ganz genau Und das ist das Wissen, dass den Unterschied zwischen einem Anfänger und einem echten Automatisierungsstrategen ausmacht.

00:10:15: Unsere Recherchen in den Quellen zeigen auch, Wie ändere ich eigentlich einen Datensatz in SharePoint, wenn ich die interne systemseitige ID dieses Datensatzes gar nicht kenne?

00:10:30: Oh ja.

00:10:30: Ein echtes Praxisproblem!

00:10:32: Das passiert ja ständig, wenn Daten von außen rein kommen Aber das

00:10:35: System intern ja eine feste ID braucht um den Datensats später zu aktualisieren.

00:10:40: Die Update-Aktionen Power Automate verlangt diese IDEA zwingend.

00:10:44: Richtig!

00:10:44: Exakt, du kannst nicht sagen aktualisiere den Eintrag von Herr Müller – Du musst sagen, aktualisiere den Eiltrag mit der ID.Fünfhundertzwei und der Kurs demonstriert hier einen sehr eleganten Workaround für dieses Problem.

00:10:56: Wie sieht er aus?

00:10:58: Du nutzt im ersten Schritt genau diese OData-Abfrage über die wir gerade gesprochen haben.

00:11:03: Du suchst anhand eines bekannten Wertes etwa der Emailadresse oder der Kundennummer nach dem Datensatz.

00:11:10: Okay, und dann...

00:11:11: ...Japont gibt dir wieder dieses JSON Array zurück.

00:11:15: Und in diesem Array ist die verborgene System ID enthalten!

00:11:21: Im zweiten Schritt extrahierst du diese Idee dynamisch aus dem Array, speicherst sie sauber in einer Variablen und übergibst genau diese Variable dann an die finale Update-Aktion.

00:11:30: Das heißt Du baust dir die fehlende Informationen zur Laufzeit einfach selbst zusammen!

00:11:34: Ganz genau – das ist genau der Moment, an dem visuelles Click and Play aufhört und echte Systemarchitektur anfängt.

00:11:42: Gleichzeitig ist es natürlich auch ein bisschen furchteinflößend finde ich….

00:11:45: Warum?

00:11:46: Naja, einem Script die Macht zu geben tausende Preise oder Datensätze vollautomatisch zu ändern ist ja ein enormes Risiko wenn während des Prozesses irgendetwas schief geht.

00:11:56: Da spricht so einen extrem wichtigen Punkt an!

00:11:58: Wie sichert das Curriculum solche Prozesse ab?

00:12:01: Was passiert, wenn da mal ein Server nicht antwortet?

00:12:04: Das führt uns direkt zur Flow-Steuerung und vor allem zur Fehlerbehandlung.

00:12:09: Visuelle Editoren verleiten Nutzer oft dazu, einen endlos langen, linearen Schlauch von aufeinander folgenden Aktionen zu bauen.

00:12:18: Wenn da mittendrin was bricht ist der ganze Flow kaputt!

00:12:21: Und wie macht man's besser?

00:12:23: Der Kurs propagiert stattdessen sehr stark den Einsatz von sogenannten Bereichen im englischen Scopes genannt.

00:12:31: Ja, damit gruppierst du logische Blöcke visuell unfunktional.

00:12:36: Du hast dann zum Beispiel einen Block für den Datenabruf, einen für die Datenprüfung und einen separaten für das eigentliche Update.

00:12:44: Und der Vorteil liegt darin, dass wenn in der Datenprüffung etwas falsch legt nicht sofort der gesamte Prozess unkontrolliert abstürzt!

00:12:52: Korrekt.

00:12:53: Hier kommt die ausführende Nachtkonfiguration ins Spiel.

00:12:57: Standardmäßig läuft in Power Automate eine Aktion nur dann, wenn die direkt vorherige erfolgreich war.

00:13:04: Das ist ja logisch!

00:13:05: Ja aber du kannst das System eben umkonfigurieren.

00:13:07: Du kannst anweisen... Wenn die Aktion Datei in SharePoint aktualisieren einen Fehler wirft – aus welchem Grund auch immer?

00:13:14: Dann brich nicht einfach ab…

00:13:16: sondern, was stattdessen?

00:13:18: Sondern führe einen alternativen Abzweig aus.

00:13:21: Einen der den Administrator zum Beispiel sofort per Teams Nachricht warnt und ihm direkt den genauen Fehlercode mitsendet!

00:13:28: Okay,

00:13:28: das ist sauberes Exception-Handling wie man es aus der traditionellen harten Softwareentwicklung kennt.

00:13:34: Nur eben visuell übersetzt.

00:13:36: Absolut und das macht die Flows letztendlich tauglich für den Unternehmenseinsatz.

00:13:40: Ein weiteres riesiges Feld dass im Korrikulum erstaunlich viel Raum einnimmt sind diese Genehmigungsprozesse Die sogenannten Approvals.

00:13:48: Ja, ein riesiges Thema in fast jedem Unternehmen

00:13:51: Egal ob Rechnungsfreigaben Urlaubsanträge oder Budgeterhöhungen.

00:13:56: Technisch gesehen ist das Jahr eine große Herausforderung, weil ein Flow der auf eine menschliche Eingabe wartet unter Umständen wochenlang offen im Hintergrund lauern müsste wenn der Chef gerade im Urlaub ist.

00:14:08: Das stimmt!

00:14:10: Aber die Architektur dieser Approvals in Power Automate ist wirklich fasziniert gelöst.

00:14:15: Und der Kurs zeigt sehr detailliert, wie man sogar komplexe mehrstufige Genehmigungen baut?

00:14:20: Läuft der Flow dann die ganze Zeit aktiv weiter und verbraucht Ressourcen?

00:14:23: Nein eben nicht!

00:14:25: Das System pausiert den Flow intelligent und ressourcenschonend – er schläft quasi bis der zuständige Entscheider sei es in Microsoft Teams oder direkt im Outlook auf genehmigen oder ablehnen klickt.

00:14:39: Erst danach wacht der Flow wieder auf und eine Switch-Aktion greift ein.

00:14:43: Was ist deine Switch- Aktion?

00:14:45: Das ist quasi ein digitaler Weichensteller, der lenkt den Prozess je nach Entscheidung des Chefs in völlig unterschiedliche Bahnen.

00:14:53: Bei einer Ablehnung kann der Flow zum Beispiel automatisch ne Begründung vom Entscheiderabfragen und an den Antragsteller zurückschicken.

00:15:00: Sehr smart!

00:15:02: Bevor wir uns gleich den unstrukturierten Daten widmen gibt es noch einen Aspekt aus unseren Quellen denen wir nicht übergehen dürfen Den Sicherheitsaspekt.

00:15:10: Du meinst die Governance?

00:15:12: Genau, stell dir vor ich als einzelner Mitarbeiter baue einen hochkomplexen unternehmenskritischen Flow.

00:15:18: der läuft super.

00:15:19: alle nutzen ihn und dann verlasse ich das Unternehmen.

00:15:22: Mein Account wird gelöscht.

00:15:24: was passiert mit diesem Prozess?

00:15:26: wenn du Pech hast ist der Prozess dann einfach weg und das Chaos bricht aus.

00:15:30: oh je

00:15:31: aber dass Curriculum behandelt explizit das Konzept der Mitteigentümer.

00:15:36: Ein Flow, auf den sich eine ganze Abteilung verlässt darf einfach niemals an einem einzigen persönlichen Benutzer-Account hängen.

00:15:43: Das heißt man nutzt Service Accounts?

00:15:46: Ja!

00:15:46: Service Account oder man trägt mindestens das ganze Team als Owner ein.

00:15:51: Gleichzeitig etabliert der Kurs auch das Konzept der nur ausführen Benutze.

00:15:56: Was genau ist der Unterschied?

00:15:58: Naja du kannst Kollegen das Recht geben einen Flow per Knopfdruck über ihr Smartphone zu starten Aber du blockierst strikt ihren Zugriff auf die zugrunde liegende Logik.

00:16:08: Ah, verstehe!

00:16:10: So verhinderst Du effektiv das jemand aus Versehen die ODETA-Filter löscht oder diese hart erarbeiteten Variablen verstellt?

00:16:17: Genau – Das ist für den sicheren Betrieb in Teams absolut essentiell.

00:16:22: Niemand will dass ein Praktikant versehentlich die Produktionsfluss umprogrammiert.

00:16:26: Macht total Sinn.

00:16:28: So bisher haben wir uns ja in einer sehr aufgeräumten geordneten Welt bewegt Strukturierte Excel-Zahlen, saubere Sharepoint-Listen.

00:16:36: Ja die heile Welt der Daten!

00:16:38: Genau.

00:16:39: aber du weißt so gut wie ich Der reale Büroalltag besteht oft aus absolut unstrukturierten Chaos PDFs halbschief gescannte Dokumente E-Mails mit wirrem Text.

00:16:51: Die Lektionen fünfundfünfzig bis vierundsechzig springen genau in dieses Chaos rein und widmen sich dem AI-Bilder und dem Co-Pilot also künstliche Intelligenz.

00:17:01: Wirklich auffällig, dass KI in diesem Curriculum nicht als so ein abstraktes philosophisches Konzept behandelt wird wie in vielen anderen Tutorials.

00:17:09: Sondern?

00:17:09: Sondern als ein sehr handfestes konkretes Werkzeug um genau diese unstrukturierten Daten in die Schranken zu weisen!

00:17:17: Ein sehr greifbarer Anwendungsfall aus dem Kurs ist zum Beispiel das Extragieren von Daten aus physischen Visitenkarten.

00:17:24: Okay

00:17:24: nehmen wir an... ...wir scannen nach einer großen Fachmesser einen ganzen Stapel von solchen Visiten-Karten ein.

00:17:30: Wie genau verbindet der Kurs diese Aufgabe mit dem, was wir ganz zu Beginn über variablen und Datenstrukturen gelernt haben?

00:17:37: Der AI-Bilder nutzt hier optische Zeichenerkennung gepaart mit Machine Learning.

00:17:42: Er identifiziert auf dem eingescannten Bild direkt bestimmte Kontexte.

00:17:45: Er liest also nicht nur die Buchstaben ab!

00:17:47: Nein – das Modell weiß….

00:17:49: Okay … Das Wort Müller ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Nachname.

00:17:53: Das plus neunundvierzig da Dülben is eine Telefonnummer Und dass GmbH deutet auf das Firmenfeld hin.

00:17:59: Krass.

00:18:00: Der entscheidende Mechanismus ist dann aber das anschließende Mapping.

00:18:04: Der AI-Bilder spuckt diese erkannten Werte als strukturierte, isolierte Datenpunkte aus

00:18:09: und dann bin ich wieder gefragt.

00:18:10: Exakt!

00:18:10: Du musst die Datenpunkten dann innerhalb deines Flows wieder deinen Variablen oder deinen SharePoint Spalten sauber zuweisen – Die KI übernimmt quasi das anstrengende Lesen, aber du baust weiterhin die Architektur wo die Daten letztendlich landen und wie sie verarbeitet werden.

00:18:27: Unsere Quellen zeigen auch Aktionen, um Bildbeschreibungen automatisch generieren zu lassen oder Textdateien vollautomatisch zu übersetzen und dann sauber in Ordnerstrukturen abzulegen.

00:18:38: Es geht hier also immer um die Brücke von unstrukturiert zu strukturiert.

00:18:42: Richtig!

00:18:43: Und dann kommt natürlich noch der Co-Pilot ins Spiel dieser generative KI Assistent den Microsoft derzeit stark in Power Automate integriert.

00:18:51: Was kann er genau?

00:18:52: Der Kurs zeigt, wie man mit Hilfe von ganz natürlicher Sprache komplette Flows entwerfen kann.

00:18:59: Du tippst einfach ein Bauer mir einen Flow der Antworten aus einem Microsoft-Formular nimmt und eine Zusammenfassung davon in einem Teams Kanal postet

00:19:07: Und dann baut er das einfach so.

00:19:09: Im Idealfall ja

00:19:11: Aber hier sticht in unserer Recherche Ein Detail aus dem Curriculum extrem heraus.

00:19:16: Lektion Sechzig Trägt den wortlichen Titel Hat große Probleme mit Variablen?

00:19:23: Ja, ein herrlich ehrlicher Titel.

00:19:25: Finde ich auch!

00:19:26: Ich finde es echt bemerkenswert dass ein Kurs der diese neue Technologie vermittelt ihre Schwächen derart prominent und schonungslos in den Vordergrund stellt.

00:19:35: Das ist echtes Praxiswissen statt Marketinggeschwafel.

00:19:38: Diese Beobachtung von dir ist absolut zentral für das Verständnis der gesamten Automatisierungstrategie.

00:19:43: Der Co-Pilot ist momentan extrem stark darin Standardkonnekturen schnell aneinander zu rein.

00:19:48: Aber bei der internen Zustandsverwaltung, also dem definieren, dem aktualisieren und dem Hochzellen von diesen variablen Innerhalt von Komplexenschleifen.

00:20:00: Da verliert das Sprachmodell noch sehr oft den technischen Kontext.

00:20:05: Warte echt?

00:20:06: Er vergisst sozusagen wo er gerade im Prozess ist...

00:20:09: Ja, genau.

00:20:10: Er deklariert dann Variablen an der völlig falschen Stelle im Flow oder erwählt den falschen Datentyp für die geplante Aktion macht also aus einer Zahl einen Text.

00:20:20: Das schließt den Kreis ja fast schon poetisch zu unserem allerersten Punkt heute.

00:20:24: Wie

00:20:24: meinst du das?

00:20:25: Naja wenn die KI mir in zehn Sekunden ein fertiges Gerüst hinstellt bei dem die Integer-Variable an der falschen Stelle innerhalb einer Schleife deklariert ist.

00:20:33: Und ich das Fundament aus den ersten zwanzig Lektionen übersprungen habe, weil ich dachte, die KI macht das schon!

00:20:38: Ah,

00:20:39: ich verstehe...

00:20:40: Dann schaue ich auf einen fehlerhaften Flow, der einfach nur rote Fehlermeldungen ausspuckt und hab absolut keine Ahnung wo der Fehler liegt oder wie ich ihn reparieren soll.

00:20:50: Exakt.

00:20:51: Die KI ist hier ein enormer Beschleuniger, aber sie ist eben kein Architekt!

00:20:55: Du kannst damit die ersten Achtzig Prozent eines Workflows in Rekordzeit generieren lassen.

00:21:00: Aber für die entscheidenden letzten zwanzig Prozent brauche ich das Handwerkszeug.

00:21:05: Ganz genau Für das saubere Routing, die performante OData-Filterung und die robuste Fehlerbehandlung braucht du zwingend dieses tiefgehende Strukturwissen, dass der Kurs vorher aufbaut.

00:21:16: Gibt es denn etwas wo der Co-Pilot jetzt schon fehlerfrei glänzt?

00:21:20: Ein extrem wertvoller Use Case für den Co- Piloten ist übrigens die automatisierte Dokumentation.

00:21:27: Oh, das klingt praktisch!

00:21:28: Ist es auch?

00:21:29: Die KI kann dir komplexe Flows analysieren und automatisch verständliche Kommentare in die einzelnen Aktionen schreiben.

00:21:38: Was passiert hier, warum passiert das?

00:21:40: Das spart bei der späteren Übergabe an Kollegen einfach unglaublich viel Zeit!

00:21:45: Okay.

00:21:46: Wir haben jetzt die komplette Lernkurve von den Grundlagen der Datentypen bis zur manuellen Korrektur von KI-generierten Workflows durchleuchtet.

00:21:53: Es ist offensichtlich, dass es hier um den Aufbau von echtem belastbarem Systemwissen geht.

00:21:58: Definitiv.

00:21:59: Werfen wir doch abschließend noch einen Blick auf die wirtschaftliche Komponente dieses Angebots.

00:22:04: Wie argumentieren die Quellen eigentlich bezüglich des Return on Investment für Unternehmen?

00:22:08: Also

00:22:09: das Curriculum positioniert sich mit über dreizehn Stunden Videomaterial.

00:22:19: Das ist für diesen Umfang an Expertenwissen eigentlich schon sehr fair kalkuliert, finde ich.

00:22:25: Absolut!

00:22:26: Aber das Material verweist aktuell auf einen stark reduzierten Aktionspreis von nur neunundvierzig Euro netto – eine außergewöhnliche Gelegenheit.

00:22:35: wenn man mich fragt...

00:22:36: Wenn wir die Argumentation der Quellen nachverfolgen, stellen sie ja eine sehr einfache wirtschaftliche Gleichung auf.

00:22:42: Sie setzen die Kosten für den Kurs direkt mit der eingesparten Arbeitszeit ins Verhältnis.

00:22:47: Die Mathematik dahinter ist wirklich simpel aber bestechend.

00:22:51: Das Argument lautet Wenn ein Mitarbeiter durch das Wissen aus diesem Kurs lernt, eine fehleranfällige Exelsynchronisation oder einen lästigen mehrstufigen Genehmigungsprozess selbst so zu automatisieren dass er in seiner Arbeitswoche auch nur eine einzige Stunde Routinearbeit einspart.

00:23:08: Dann hat es sich gelohnt!

00:23:10: Ja, setzt mal den durchschnittlichen Stundenlohn und die Lohnnebenkosten eines Facharbeiters oder Projektmanagers dagegen.

00:23:17: Dann hat sich die Investition von diesen neunundvierzig Euro faktisch nach der allerersten erfolgreich automatisierten Arbeitsstunde komplett amortisiert.

00:23:26: Jede weitere Automatisierung, jeder weitere Flow, der danach im Unternehmen stabil läuft ist aus dieser wirtschaftlichen Perspektive heraus also reiner Produktivitätsgewinn.

00:23:35: Genau!

00:23:36: Die Kernbotschaft lautet also Das ist ein Hebel, um die eigene Arbeit zukunftssicher zu machen.

00:23:42: Und das ohne gleich ein riesiges Budget für externe IT-Berater freigeben zu müssen!

00:23:47: Für die berufliche Entwicklung im Dachraum ist dieses Preis Leistungsverhältnis eigentlich ein absoluter No-Brainer – Qualität zum Vorzugspreis.

00:23:55: Es gibt noch ein rechtliches Detail aus unseren Notizen, dass gerade für Hörer aus dem Dachraum hierbei noch relevant ist, um den professionellen Rahmen einzuordnen Du

00:24:03: spielst auf das Fern USG an

00:24:06: Genau das Deutsche Fernunterrichtsschutzgesetz.

00:24:09: Aufgrund dieses Gesetzes wird dieser Kurs für Teilnehmer mit Wohnsitz in Deutschland juristisch als reines Selbstlernangebot ohne individuelle Betreuung deklariert.

00:24:19: Richtig, dass ist eine rechtliche Feinheit in Deutschland!

00:24:22: Für Teilnehmer aus Österreich und der Schweiz fallen diese spezifischen rechtlichen Beschränkungen aber weg.

00:24:28: Was bedeutet das in der Praxis?

00:24:30: Das bedeutet, dass in Österreich und der Schweiz auch inhaltliche Rückmeldungen durch die Instruktoren möglich sind.

00:24:37: Aber allein die Tatsache, dass das im Vorfeld so transparent kommuniziert wird zeigt, dass hier sehr genau auf einen rechtlich sauberen Rahmen im BtoB-Umfeld geachtet wird.

00:24:47: Ein wichtiges Detail, daß die Professionalität der Kursstruktur auf jeden Fall unterstreicht!

00:24:52: Wir halten für unsere Auswertung also fest – das Versprechen der Automatisierung ist keine leere Marketinghülse

00:24:57: mehr Werkzeugkasten, um dieses Handwerk wirklich von Grund auf zu lernen.

00:25:02: Ein super Fazit!

00:25:04: Und damit entlasse ich dich der uns gerade zuhört mit einem Gedanken für deinen nächsten Arbeitstag.

00:25:09: Stell dir mal vor du setzt genau diese Systemwissen um.

00:25:13: Du baust stabile fehlerfreie Flows und plötzlich nimmt ihr Power Automate ab morgen drei Stunden deiner monotonen wöchentlichen Datenschubserei ab.

00:25:22: Eine schöne Vorstellung.

00:25:23: Die Frage ist dann aber nicht nur wie du diese Zeit freischaufelst sondern was genau machst du eigentlich mit dieser neu gewonnenen unstrukturierten Zeit?

00:25:33: Bist Du wirklich bereit für die kreativen strategischen Aufgaben, die kein Algorithmus der Welt übernehmen kann.

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