Experten-Talk – Power Apps Canvas Apps: Grundlagen & Praxis
Shownotes
In diesem Experten-Talk sprechen wir über das Paradoxon moderner IT-Landschaften, das Phänomen der Zettelwirtschaft trotz Digitalisierungsbudgets und wie Fachabteilungen durch strukturierte Canvas Apps zu aktiven Gestaltern ihrer Geschäftsprozesse werden.
• Das Freitag-Nachmittag-Szenario: Warum ein unleserlicher Laufzettel oder ein banaler Zahlendreher in Excel trotz teurer ERP-Systeme ganze Produktionsbänder stoppen kann
• Das Dilemma der Standardsoftware: Weshalb ERP- und CRM-Schwergewichte für alltägliche Mikroprozesse zu schwerfällig, zu teuer und im Customizing zu starr sind
• Die Linienbus-Analogie: Warum Großsysteme nur vordefinierte Hauptverkehrsachsen bedienen und Fachabteilungen für ihre Spezialaufgaben wendige digitale „Fahrräder“ benötigen
• Das 3-Phasen-Modell für Business-Apps: Der fundierte Entwicklungspfad von moderner UI-Ergonomie über relationale Datenmodelle bis hin zu robuster Geschäftslogik
• Ergonomie und Akzeptanz am Arbeitsplatz: Wie moderne Steuerelemente, Audio-Player und Text-to-Speech-Funktionen den Einsatz auf Tablets in rauen Werkstattumgebungen erleichtern
• Microsoft Dataverse statt Excel-Wüste: Warum relationale Datenbanken mit fein granulierter Rechteverwaltung Datensicherheit garantieren und Schatten-IT wirksam verhindern
• Das Prinzip der Delegation: Wie Apps riesige Datenbestände mit über 100.000 Datensätzen in Millisekunden durchsuchen, ohne mobile Endgeräte zu überlasten
• Der Rollenwandel der IT: Weshalb IT-Experten vom überlasteten Programmierer zum strategischen Stadtplaner für Plattform-Sicherheit und Governance werden
Weiterführende Informationen
Diese Episode basiert auf unserem praxisorientierten Fachkurs inklusive 64 Lektionen und kostenfreien Vorschau-Inhalten.
Den vollständigen Kurs finden Sie hier:
Transkript anzeigen
00:00:00: Stellen Sie sich mal vor, es ist Freitagnachmittag.
00:00:03: Einer Ihrer Produktionsleiter sucht völlig verzweifelt nach einer ganz kritischen Scharge Bauteile – das Band droht wirklich stillzustehen!
00:00:10: Ja, das klassische Freitags-Szenario.
00:00:13: Genau und warum?
00:00:15: Weil jemand auf einem leicht ölverschmierten Laufzettel in der Werkstatt eine hastig gekritzelte Sieben für eine Eins gehalten hat.
00:00:24: Ein absolut banaler Fehler.
00:00:26: Ein banaler Fehler auf einem simplen Stück Papier, der das Unternehmen in genau diesem Moment Tausende von Euro kostet.
00:00:33: Und was verrückteste daran ist ja?
00:00:36: Dass das in Unternehmen passiert die eigentlich hochgradig digitalisiert sein sollten?
00:00:42: Exakt!
00:00:43: Das passiert in einem Betrieb, dass erst letztes Jahr ein mehrstelliges Millionenbudget in die sogenannte digitale Transformation und ein glänzendes neues ERP-System gesteckt hat.
00:00:53: Ja, das ist ein massiver Widerspruch den wir da sehen.
00:00:56: Willkommen zu unserer heutigen Analyse.
00:00:58: Schön, dass Sie dabei sind!
00:01:00: Genau dieses Jahr... massive Paradoxon im modernen Unternehmensalltag wollen wir heute mal entschlüsseln.
00:01:06: Ein sehr wichtiges Thema, absolut!
00:01:08: Wie digitalisieren Sie eigentlich diese unzähligen kleinen internen Prozesse?
00:01:14: Also die Urlaubsanträge, die Mängelmeldungen, die Laufzettel und zwar ohne Ihre IT-Abteilung komplett in den Wahnsinn zu treiben.
00:01:22: Das
00:01:22: ist wirklich der Wundepunkt für nahezu jedes größere Unternehmen in der Dachregion.
00:01:27: Wir sehen hier täglich einen unglaublichen Spagat.
00:01:30: Wie genau sieht der aus?
00:01:31: Auf der einen Seite haben Sie den akuten Bedarf der Fachabteilungen endlich effizienter zu arbeiten und auf der anderen Seite
00:01:37: die IT, die wahrscheinlich gar keine Zeit hat.
00:01:39: Genau!
00:01:39: Die chronisch überlastenden Kapazitäten der IT-Abteilung.
00:01:43: Das führt im Alltag zu enormen Reibungsverlust.
00:01:46: Und um diesen Schmerz nicht nur zu benennen, sondern eine wirklich konkrete Lösung zu skizzieren haben wir uns heute tief in sehr praxisnahes Material eingegraben.
00:01:57: Richtig!
00:01:58: Wir haben da eine exzellente Grundlage.
00:02:00: Uns liegen heute die Unterlagen und speziell die Roadmap zur eigenen Business-App aus dem Fachkurs Power Apps Canvas Grundlagen und Praxis vor.
00:02:10: Eine sehr strukturierte Herangehensweise ja?
00:02:13: Wenn wir uns die Realität in vielen Betrieben anschauen, da frage ich mich als erstes – also wir reden seit über einem Jahrzehnt von Digitalisierung.
00:02:21: Richtig?
00:02:22: Mindestens ja eher länger!
00:02:24: Standard Software gibt es wie Sand am Meer.
00:02:26: Warum kleben dann an den Maschinen immer noch diese Klebezettel und warum werden Inventuren in völlig unübersichtlichen Exelisten per E-Mail hin und her geschickt?
00:02:35: Weil wir bei der Digitalisierung oft einen fundamentalen Denkfehler
00:02:39: machen.
00:02:40: Okay.
00:02:40: Wenn wir das mal in den größeren Kontext setzen Sehen wir, dass die großen Standard-Softwarelösungen – also diese massiven ERP oder HR-Systeme für diese spezifischen Mikroprozesse schlichtweg ungeeignet sind.
00:02:54: Zu groß?
00:02:55: Zu schwerfällig?
00:02:56: Genau!
00:02:57: Sie sind zu teuer in der Lizensierung, zu schwerfährlich in der Bedienung und vor allem im Customizing extrem star.
00:03:05: Wenn da ein Abteilungsleiter, ein globales System für einen sagen wir mal ganz speziellen abteilungsinternen Freigabeprozess anpassen lassen will.
00:03:13: Das dauert wahrscheinlich ewig!
00:03:15: Das sprengt sofort jedes Budget und dauert Monate wenn nicht Jahre.
00:03:19: Wenn ich ihn da so zuhöre, da drängt sich mir direkt ein Bild auf.
00:03:23: im Grunde haben Unternehmen in den letzten Jahren gigantische Millionen schwere Linienbusse gekauft.
00:03:28: Das ist ein schöner Vergleich.
00:03:29: Ja Also diese Busse sind mächtig, sie sind sicher.
00:03:33: Aber Sie fahren eben nur ganz strikte vor definierte Haltestellen an also das Headquarter die Finanzbuchhaltung Das große Zentrallager
00:03:41: Richtig Die Hauptverkehrsachsen sozusagen.
00:03:44: Genau, aber der Instandhalter an Maschine Vier oder der Teamleuter im Vertriebsindienst die brauchen eigentlich gar keinen riesigen Linienbus für ihre täglichen Aufgaben?
00:03:55: Nein überhaupt nicht!
00:03:56: Die bräuchten eher ein wendiges Fahrrad um einfach nur schnell und effizient exakt an ihr spezifisches Ziel zu kommen.
00:04:02: Wir zwingen sie aber quasi eine Haltestelle zu warten.
00:04:05: Eine exzellente Analogie.
00:04:08: Und wissen Sie was passiert, wenn dieser Bus nie kommt?
00:04:10: Sie
00:04:10: laufen zu Fuß.
00:04:11: Oder sie fangen an sich selbst Vehicles zu basteln.
00:04:14: Sie behelfen sich dann mit ineffizienter manueller Datenerfassung.
00:04:18: Ah ok!
00:04:19: Die berühmten Exelisten.
00:04:20: Exakt
00:04:21: das führt zu diesem berüchtigten Medienbrüchen also dem Abtippen von handgeschriebenen Zettel in den PC.
00:04:28: und dann entstehen diese monströsen Echseldateien mit vierzig Tabellenblättern
00:04:33: die dann auf irgendeinem ungesicherten Netzlaufwerk liegen und quasi die ganze Abteilung am Laufen halten.
00:04:39: Ja, und wenn der Kollege, der diese Datei gebaut hat das Unternehmen verlässt?
00:04:43: Bricht das ganze System zusammen.
00:04:45: Völlig richtig!
00:04:46: Das ist dann die berüchtigte Schatten-IT.
00:04:48: Aber da muss ich direkt mal die Frage in Richtung der Profis stellen... Was ist denn eigentlich mit der eigenen IT-Abteilung?
00:04:57: Die müsste diese Fahrräder, um in dem Bild zu bleiben doch eigentlich intern zusammenschweißen können oder?
00:05:03: Theoretisch schon.
00:05:05: Praktisch kämpfen die IT-Abteilungen aber an völlig anderen Fronten.
00:05:09: Also die haben einfach keine Zeit für sowas
00:05:11: Genau!
00:05:12: Die kümmern sich um Saibersicherheit, um die Cloudinfrastruktur, um Pflege eben jener großen Kursysteme.
00:05:19: Verstehe Wenn da ein Abteilungsleiter aus Marketing kommt und sagt ich brauche mal eine kleine App für unsere Messerplanung dann landet das naja auf Dicketplatz fourhundertzweiundachtzig.
00:05:29: Die IT hat also schlicht keine Kapazitäten für jede Fachabteilung eine individuelle App von Grundauf neu zu programmieren.
00:05:37: Absolut nicht!
00:05:38: Das bedeutet also zusammenfassend, die Standard-Software ist zu star, die IT hat keine Zeit und die Notlösungen der Mitarbeiter sind extrem fehleranfällig und ein Sicherheitsrisiko.
00:05:52: Wir stecken da echt in einer Sackgasse
00:05:54: Einer massiven Sackgasse, ja?
00:05:56: Und die Lösung, die unser vorliegendes Material vorschlägt liegt nun paradoxerweise in den Händen genau dieser Anwender.
00:06:04: Richtig!
00:06:05: Wir sprechen hier über Microsoft Power Apps speziell die sogenannten Canvas-Apps und den Citizen Developer Ansatz.
00:06:14: Das ist der absolute Paradigmenwechsel.
00:06:16: Fachkräfte aus dem Business also die Menschen, die ihre eigenen Prozesse am besten kennen werden befähigt selbst Anwendungen zu erstellen
00:06:24: und zwar ohne programmieren zu können.
00:06:26: Genau,
00:06:27: ohne klassischen Programmkurschreiben zu müssen – sie bauen sich ihr Fahrrad quasi selbst!
00:06:31: Da spiele ich jetzt mal ganz bewusst den Teufelsadvocaten.
00:06:34: Gerne.
00:06:35: Den Fachabteilungen einfach so ein mächtiges Tool aus dem Microsoft-Universum in die Hand zu drücken und zu sagen macht mal klickt euch eure App selbst zusammen.
00:06:44: das klingt für mich nach dem ultimativen Albtraum jedes IT-Leiters.
00:06:49: Das endet doch im puren Chaos nur eben jetzt digital.
00:06:53: Ihr Einwand ist absolut berechtigt.
00:06:55: Einfach nur dezenzenfrei zu schalten, ist der sichere Weg ins Chaos.
00:06:59: Wie verhindert man das dann?
00:07:01: Wie etabliert man eine Technologie wie Power Apps schnell aber vor allem sicher und fehlerfrei im Unternehmen?
00:07:09: Es braucht Methode, Leitplanken und vor allem einen sehr strukturierten Wissensaufbau.
00:07:15: Und genau das ist die Mission des Lösungsansatzes aus unseren Quellen.
00:07:18: Also der Fachkurs Power Apps Canvas von dem wir vorhin gesprochen haben?
00:07:22: Richtig!
00:07:23: Das Faszinierende an diesem Material ist diese radikale Abkehr vom wilden herumklicken.
00:07:28: Es geht also nicht um bloßes Ausprobieren... Nein
00:07:32: überhaupt nicht.
00:07:33: es geht um einen fundierten Lernfahrt.
00:07:35: Die hochgeladene Roadmap zur eigenen Business-App führt den Hörer durch drei sehr klar definierte Phasen.
00:07:41: Um aus einem normalen Mitarbeiter einen verantwortungsvollen App-Entwickler zu machen?
00:07:47: Exakt!
00:07:47: Dann schlage ich vor, wir entschlüsseln diese Phasemal im Detail.
00:07:51: Was ist denn der erste Schritt auf dieser Roadmap?
00:07:54: Phase eins fokussiert sich komplett auf die Benutzeroberfläche und die modernen Steuerelemente
00:07:59: Also das Design.
00:08:00: Genau Bevor wir auch nur ein Wort über komplexe Logik oder Datenbanken verlieren muss eine App bedienbar sein.
00:08:07: Das
00:08:07: leuchtet ein, eine App die man nicht versteht wird nicht genutzt.
00:08:11: Völlig egal wie brillant sie im Hintergrund programmiert ist!
00:08:15: Der Kurs legt daher extremen Wert auf die modernen Steuerelemente von Microsoft.
00:08:19: Was genau kann man sich darunter vorstellen?
00:08:21: Wir sprechen hier über saubere Kopfzeilen für eine intuitive Navigation, dynamische Badges für Statusanzeigen oder professionell formatierte Tabellen, die sich automatisch an das Display anpassen.
00:08:33: Mir ist in den Unterlagen noch ein anderes Detail aufgefallen.
00:08:36: Da werden Elemente wie ein Audioplayer oder sogar Text-to-Speech, also die Sprachausgabe behandelt.
00:08:42: Ja, ein sehr spannendes Thema!
00:08:44: Da dachte ich im ersten Moment... Das klingt eher nach so einer Spielerei für eine Konsumentenapp als nach seriösen B to B Prozessen.
00:08:53: Auf den ersten Blick wirkt das vielleicht so ja?
00:08:55: Aber lassen Sie uns mal genau überlegen, wie in der Realität gearbeitet wird.
00:08:59: Okay
00:09:00: Stellen sie sich einen Entstandhalter vor.
00:09:03: Der steht an einer lauten Produktionsmaschine, hat vielleicht dicke Arbeitshandschuhe an und ein Tablet in der Hand.
00:09:10: Wenn der jetzt einen Text mit fünfhundert Zeichen über den Zustand eines Ventils auf eine winzigen Bildschirmtastatung tippen muss ist er sofort frustriert.
00:09:18: Ja das macht keiner freiwillig
00:09:20: Richtig wenn die App ihm aber die nächste Arbeitsanweisung per Text to Speech einfach vorliest
00:09:26: Ah ok.
00:09:27: Oder wenn er ein komplexen Mangel einfach über den integrierten Audioplayer als Sprachnotiz direkt in den Datensatz diktieren kann?
00:09:34: Dann ist das absolut keine Spielerei mehr.
00:09:36: Ganz
00:09:36: genau!
00:09:38: Das ist angewandte Ergonomie, dass reduziert Rüstzeiten verhindert Frustration und sorgt letztlich dafür, dass die App im Alltag auch wirklich akzeptiert wird.
00:09:49: Verstehe Wir passen das Werkzeug exakt an die physische Realität des Mitarbeiters an.
00:09:55: Okay, das leuchtet mir ein.
00:09:56: Das ist der Kern der ersten Phase.
00:09:59: Aber wenn die App großartig aussieht und tolle Knöpfe hat haben wir ja im Grunde erst eine leere schöne Hülle.
00:10:05: Woher kommen denn die Inhalte?
00:10:07: Und das führt uns nahtlos in die zweite Phase Die Datenanbindung.
00:10:13: Eine Business-App ohne Daten isst quasi wie ein Auto ohne Motor
00:10:17: Sehr treffend.
00:10:18: Hier geht es dann um die Integration in die bestehende Microsoft-Microsoft-Welt des Unternehmens.
00:10:23: Der Kurs vermittelt da sehr detailliert, wie man Datenquellen anbindet.
00:10:27: Welche Quellen sind das typischerweise?
00:10:30: Das
00:10:30: fängt bei einfachen Excel-Dateien an!
00:10:32: Geht über SharePoint-Listen bis hin zu Dataverse.
00:10:35: Da muss ich mal kurz einhaken.
00:10:37: SharePoint und Excel – das kennen vermutlich jeder Manager.
00:10:41: Aber was genau ist
00:10:43: Dataverse?!
00:10:44: Ja, das ist ein Begriff der oft für Verwirrung sorgt.
00:10:47: Nehmen Sie mich da mal mit als jemanden, der hauptsächlich Standardoffice-Tools nutzt?
00:10:51: Warum reicht nicht einfach eine Exelliste im Hintergrund?
00:10:54: Ein sehr wichtiger Punkt!
00:10:56: Eine Exeltabelle ist im Grunde nur eine flache Datei.
00:10:59: Okay
00:11:00: Wenn zwei Leute gleichzeitig daran arbeiten oder wenn sie zehntausende Zeilen haben wird sie extrem instabil.
00:11:07: Das kennen wir alle – diese gesperrten Dateien
00:11:09: Genau.
00:11:10: Dataverse hingegen ist eine professionelle, relative Datenbank.
00:11:14: Die Microsoft speziell als sicheres Fundament für die Power-Plattform gebaut hat.
00:11:18: Wie kann ich mir das bildlich vorstellen?
00:11:20: Stellen Sie sich Dataverse wie einen hochsicheren intelligenten Tresorraum vor!
00:11:25: Sie können dort nicht nur Daten speichern sondern auch komplexe Beziehungen zwischen Datensätzen definieren und sehr feingranulare Zugriffsrechte vergeben.
00:11:34: Das weist – Nicht jeder sieht alles.
00:11:36: Exakt Herr Müller sieht vielleicht nur die Daten seiner eigenen Abteilung.
00:11:41: Die Geschäftsführung sieht alles und das alles wird zentral und sicher gesteuert.
00:11:46: Das bedeutet doch, wir lösen hier auch das Problem der Schatten-IT dass wir vorhin besprochen haben.
00:11:51: Absolut.
00:11:52: Wenn Mitarbeiter ihre Apps bauen und die Daten über diese strukturierten Konnektoren in SharePoint oder Dataverse speichern
00:11:59: Dann haben wir endlich wieder Kontrolle Richtig!
00:12:01: Dann verlassen diese Daten niemals die gesicherte von der IT kontrollierte Microsoft Umgebung ihres Unternehmens.
00:12:07: Das ist ein enormer Vorteil.
00:12:09: Die App auf dem Smartphone fungiert quasi nur noch als das smarte, benutzerfreundliche Schaufenster zu diesen gesicherten Daten.
00:12:16: Die
00:12:16: IT behält die volle Governance während der Fachabteilung die Flexibilität genießt – ein klassischer Winwin würde ich sagen!
00:12:23: Besser kann man es nicht ausdrücken.
00:12:25: Okay wir haben also ein Funktionales Design und wir haben die Daten sicher angebunden.
00:12:30: aber Momentan ist die App ja nur ein digitaler Aktenschrank.
00:12:35: Ich kann Dinge hineinlegen und herausnehmen, wie weiß die App was ich eigentlich tun will?
00:12:40: Wie wird sie intelligent?
00:12:42: Das ist der Kern von Phase drei der Roadmap Variablen und Logik.
00:12:47: Ah, okay!
00:12:48: Hier verlässt man den Bereich des reinen Zusammenklickens und fängt an echte Geschäftsprozesse abzubilden.
00:12:53: Was genau lernt
00:12:54: man da?
00:12:55: Die Teilnehmer lernen wie man mit globalen Variabeln, Kontextvariablen oder sogenannten Sammlungen den Collections arbeitet.
00:13:02: Oha – das Schrillen bei einigen Führungskriften bestimmt jetzt die Alarmglocken.
00:13:08: Variabelen, Logik, das klingt jetzt doch wieder sehr nach klassischer Programmierung.
00:13:13: Ich verstehe die Sorge.
00:13:15: Warum braucht mein Team Variablen, wenn der Citizen Developer Ansatz doch eigentlich ohne Code auskommen soll?
00:13:22: Können Sie das mal greifbar machen?
00:13:24: Denken sie an eine Variable einfach wie an das Kurzzeitgedächtnis Ihrer App.
00:13:28: Kurzzeit Gedächtnis
00:13:29: Genau!
00:13:30: Ohne Variabeln vergisst die App mit jedem Bildschirmwechsel wer sie sind und was sie gerade getan haben.
00:13:35: Okay geben Sie mir mal ein Beispiel
00:13:37: Ein sehr simples Beispiel.
00:13:39: Ein Mitarbeiter öffnet die App Eine Variable greift seinen Namen aus dem Microsoft-Dreifemundsechzig-Profil ab und merkt sich diesen.
00:13:46: Ah, verstehe!
00:13:47: Auf der nächsten Seite heißt es dann nicht einfach Hallo sondern Hallo Thomas hier sind deine offenen Aufgaben für heute.
00:13:53: Das macht das natürlich viel persönlicher und gezielter.
00:13:56: Ein komplexeres Beispiel wäre ein digitaler Warenkorb.
00:13:59: bei einer Materialbestellung Wenn sie fünf verschiedene Schrauben auswählen müssen diese ja irgendwo temporär gemerkt werden bevor Sie auf Bestellen drücken
00:14:09: Und das macht die Variable.
00:14:11: Exakt!
00:14:12: Sie speichert den aktuellen Zustand.
00:14:15: Das ist wirklich keine Raketenwissenschaft, aber es ist eben der Baustein, der aus einem starren Formular eine dynamische Anwendung
00:14:22: macht.
00:14:22: Das leuchtet absolut ein.
00:14:24: In den Quellen wird in dieser dritten Phase auch sehr stark die Search-Funktion also des Suchen und Filtern betont.
00:14:32: Ja – Ein elementaler Bestandteil.
00:14:34: Suchen
00:14:34: tun wir ja jeden Tag auf Google.
00:14:37: Was ist daran im App-Kontext so besonders, dass es eine komplette eigene Lektion rechtfertigt?
00:14:42: Hier kommen wir zu einem extrem wichtigen Konzept in PowerApps – der sogenannten Delegation.
00:14:48: Delegations!
00:14:49: Was wird da delegiert?
00:14:51: Stellen Sie sich vor, sie haben ein Inventardatenbank mit hunderttausend Artikeln.
00:14:55: Okay Wenn Sie in Ihrer App nach einer ganz bestimmten Schraube suchen, könnte die App Theoretisch versuchen alle hunderttausend Artikel auf ihr Smartphone herunterzuladen.
00:15:04: Um dann lokal auf dem Handy nach dem Wort Schraube zu suchen!
00:15:08: Genau, und was würde passieren?
00:15:09: Ihr Handy würde abstürzen oder Sie würden Minuten warten.
00:15:13: Ja
00:15:13: das wäre ein Albtraum.
00:15:15: Delegation bedeutet nun dass die App intelligent genug ist diese Suchanfrage direkt an den leistungsstarken Server also SharePoint- oder Dataverse zu delegieren.
00:15:25: Ah
00:15:25: der Server macht die Arbeit
00:15:27: Richtig.
00:15:27: Der Server durchsucht die Hunderttausend Datensätze in Millisekunden und schickt nur die fünf relevanten Treffer an ihr Smartphone zurück.
00:15:34: Das ist natürlich extrem effizient!
00:15:36: Und der Kurs bringt den Teilnehmern genau dieses Wie bei, es geht darum hochperfamante Werkzeuge zu bauen, die im Alltag eben nicht frustrieren.
00:15:44: Das isst ein wirklich faszinierendes Detail.
00:15:47: Es geht also nicht nur darum das es irgendwie funktioniert sondern wie er's im Hintergrund skaliert.
00:15:52: Genau das ist Professionelles Citizen Development.
00:15:55: Also fassen wir mal zusammen Erst die Ergonomie und das Interface, dann die sichere Architektur der Daten.
00:16:02: Und zuletzt die Logik, die beides Intelligent-und Ressourcen schon verknüpft.
00:16:06: Perfekt zusammengefasst!
00:16:07: Wir haben jetzt sehr viel über die Mechanik gesprochen – aber lassen Sie uns mal kurz die Perspektive wechseln?
00:16:13: Gerne!
00:16:14: Wenn ich jetzt als Budget-und-Ressourzenverantwortlicher auf dieses Thema schaue, dann sehe ich erstmal harte Fakten.
00:16:21: Der Kurs umfasst über vierundsechzig tiefgehende Lektionen und bedeutet rund fünfzehn Stunden Praxis.
00:16:27: Das ist ein substanzielles Training,
00:16:29: ja?
00:16:29: Das ist Zeit in der meine Mitarbeiter nicht im operativen Tagesgeschäft arbeiten können.
00:16:34: Wann amortisiert sich das?
00:16:36: Was ist der tatsächliche Return on Investment für mein Team?
00:16:40: Eine völlig berechtigte Frage aus Manager Sicht – Bildung ist immer ein Investment!
00:16:44: Aber die strategischen Hebel, die sich hier in Bewegungen setzen, sind enorm.
00:16:48: Welcher ist der größte Hebel?
00:16:50: Der erste und offensichtlichste Hebel ist die direkte digitale Entlastung.
00:16:54: Wir eliminieren die versteckten administrativen Zeiten.
00:16:57: Haben Sie da ein Beispiel?
00:16:58: Denken sie an diesen typischen Freigabeprozess, bei dem früher Dokumente gedruckt, unterschrieben, eingescannt und manuell in Ordnern abgelegt werden mussten.
00:17:07: Kenne ich nur zu gut!
00:17:08: Ein Mitarbeiter baut dafür eine App und dieser Prozess schrumpft von einer kumulierten Stunde auf drei intuitive Clicks auf dem Smartphone.
00:17:15: Das summiert sich natürlich.
00:17:17: Das
00:17:17: summert sich über das Jahr auf hunderte Arbeitsstunden, die sie für wertschöpfende Tätigkeiten zurückgewinnen.
00:17:24: Zeit ist auf jeden Fall ein starkes Argument!
00:17:27: Aber was ist eigentlich mit den Fehlern?
00:17:29: Ich erinnere mich an Abteilungen in denen eine Person halbtags nur damit beschäftigt war, Zahlen-Dreher aus Exelisten zu korrigieren...
00:17:36: Oh ja!
00:17:37: ...oder Leuten hinterher zu telefonieren weil auf dem Urlaubsantrag das Datum fehlte.
00:17:41: Das führt uns direkt zum zweiten massiven AROi Faktor der drastischen Erhöhung der Datenqualität.
00:17:48: Wie stellt die App das sicher?
00:17:50: Der Kurs fokussiert sich extrem stark auf validierte Eingaben.
00:17:54: Okay, was heißt das genau?
00:17:56: Wenn Sie lernen Formulare so aufzubauen dass der Nutzer nicht einfach Freitext eingeben kann sondern aus Dropdown-Menüs wählen muss checkboxen abhakt oder ein Calender Control für das Datum nutzt
00:18:07: dann kann er ja gar nichts Falsches mehr eingeben.
00:18:10: Exakt.
00:18:11: Sie verlagern die Fielerkontrolle an die Quelle.
00:18:14: Die App lässt es technisch schlichtweg nicht zu, dass ein Antrag ohne Unterschrift oder mit einem Text im Zahlenfeld gespeichert wird.
00:18:21: Wir verhindern also das Datenkaus bevor's überhaupt im System landet.
00:18:25: Genau Das spart nicht nur unfassbar viele Nerven sondern echtes Geld bei der späteren Datenauswertung.
00:18:32: Das heißt wir bauen Leitplanken direkt in den Prozess ein?
00:18:35: Das gefällt mir.
00:18:36: Es ist ein Game Changer.
00:18:38: Ein weiterer Punkt, der oft kritisch ist, ist ja die Bereitstellung.
00:18:41: Wenn ich früher eine Software gekauft habe musste die IT jeden einzelnen Rechner anfassen um sie zu installieren.
00:18:47: Das ist glücklicherweise Geschichte.
00:18:49: Wie
00:18:50: kommt diese selbst gebaute App jetzt eigentlich auf das Tablet meines Instandhalters?
00:18:54: Das ist der dritte große Vorteil und er zeigt die Brillianz dieses Cloud Ökosystems.
00:18:58: Wir sprechen hier von Build Once Run Anywhere
00:19:01: Also einmal bauen überall nutzen.
00:19:04: Ganz genau!
00:19:05: Wenn die App über Power Apps veröffentlicht wird, ist sie sofort Plattformübergreifend verfügbar.
00:19:10: Ohne zusätzlichen Aufwand?
00:19:12: Ohne – ein Mitarbeiter im Innendienst nutzt Sie als Windows-Anwendung oder sogar eingebettet direkt in Microsoft Teams
00:19:19: Und
00:19:19: unterwegs?!
00:19:20: Der Vertriebler im Außendienst öffnet exakt dieselbe App auf seinem iPad und der Techniker vor Ort nutzt sie auf seinem privaten Android-Smartphone.
00:19:28: Das heißt, wir brauchen keine App-Store Freigaben oder komplexe Rollouts?
00:19:32: Nichts davon.
00:19:34: Und das Wichtigste für Ihre IT – jeder Zugriff ist durch das bestehende Azure Active Directory ihres Unternehmens abgesichert.
00:19:40: Ah!
00:19:41: Also wenn jemand kündigt...
00:19:42: Wenn ein Mitarbeiter das Unternehmen verlässt, entziehen sie ihm den zentralen Microsoft Account und er hat sofort keinen Zugrff mehr auf all diese Apps.
00:19:50: Maximale Flexibilität bei maximaler Sicherheit.
00:19:53: Das ist beeindruckend.
00:19:54: Das is' das Versprechen der Plattform
00:19:56: ja….
00:19:56: In den Quellen taucht auch das Stichwort Co-Pilot auf.
00:19:59: Das Thema künstliche Intelligenz ist ja aktuell omnipräsent?
00:20:03: Absolut!
00:20:03: Wie spielt das hier hinein, wenn wir über die Zukunftssicherheit dieses Wissens nachdenken?
00:20:08: Co-pilot is der KI-Assistent von Microsoft und er wird gerade extrem tief in die Powerplattform integriert.
00:20:16: Nimmt ihr den Leuten dann die Arbeit
00:20:17: ab?
00:20:18: Teilweise – Der Kurs bereitet die Teilnehmer darauf vor, moderne zeitgemäße Formeln zu nutzen, die mit dieser KI harmonieren.
00:20:26: Wie muss ich mir das in der Praxis vorstellen?
00:20:28: Künftig wird der Citizen Developer, der KI einfach beschreiben können.
00:20:32: Ich brauche einen Bildschirm, der die letzten fünf Bestellungen anzeigt und Co-Pilot baut das Grundgerüst.
00:20:37: Wow!
00:20:38: Aber warum brauch' ich dann noch den
00:20:40: Kurs?!
00:20:40: Weil das Wissen aus diesem Kurs das Fundament bildet – es veraltet nicht.
00:20:44: Es ist die Basis um diese KI Werkzeuge später überhaupt erst bewerten und steuern zu können.
00:20:49: Ah, ich muss verstehen was die KI da eigentlich generiert….
00:20:53: Genau Wer die Grundlagen von Variablen und Datenanbindung nicht versteht, dem nützt auch der beste KI-Assistent nichts wenn es mal hakt.
00:21:02: Ein sehr gutes Argument!
00:21:03: Bevor wir gleich zum Fazit kommen gibt es noch ein formales aber sehr wichtiges Detail aus den Quellen das speziell für unsere Hörer aus Deutschland relevant ist.
00:21:12: Richtig
00:21:12: Dort wird auf das Fernunterrichtsschutzgesetz kurz FernUSG hingewiesen.
00:21:18: Ein essenzieller Aspekt für die Personalentwicklung in Deutschland.
00:21:21: Was genau bedeutet das für die Unternehmen?
00:21:23: Aufgrund der strengen Gesetzgebung in Deutschland ist der Kurs für Teilnehmer mit Wohn- oder Geschäftsitz dort als reines Selbstlernangebot konzipiert.
00:21:31: Im Umkehrschluss für Unternehmen eigentlich ein riesiger Vorteil, oder?
00:21:35: Aus meiner Sicht ja!
00:21:36: Es
00:21:36: bedeutet maximale Asynchrone Flexibilität.
00:21:40: Ein Mitarbeiter kann sich eine Lektion über Dropdown Menüs genau in der halben Stunde ansehen, in der er gerade auf den Meeting wartet.
00:21:46: Völlig richtig – niemand muss für drei Tage auf ein teures Seminar geschickt werden und fehlt im Tagesgeschäft.
00:21:52: Es integriert sich also nahtlos in den Arbeitsalltag.
00:21:55: Und für Teilnehmer in Österreich oder der Schweiz entfallen diese juristischen Beschränkungen.
00:21:59: übrigens, dort sind bei Bedarf auch interaktive Reformate denkbar.
00:22:02: aber der Kern des flexiblen videobasierten Lernens bleibt überall gleich
00:22:06: die Überlastung der IT bis hin zur Anatomie einer modernen Business App.
00:22:11: es ist ein faszinierendes Themenfeld.
00:22:14: was nehmen wir daraus mit?
00:22:16: Es geht bei diesem strukturierten Lernpfad für Power Apps nicht einfach nur darum eine neue Softwareoberfläche zu bedienen.
00:22:24: Das wäre viel zu kurz gedacht, ja!
00:22:26: Dieser Kurs ist die Handfeste Brücke – zwischen der strategischen Vision des Managements von einer digitalisierten agilen Abteilung und der realen frustfreien Umsetzung direkt am Arbeitsplatz.
00:22:40: Absolut
00:22:41: Es ist das Werkzeug, mit dem ihre Leute aufhören sich über schlechte Prozesse zu beschweren und anfangen diese Prozisse selbst zu reparieren.
00:22:49: Und genau diese psychologische Komponente dürfen wir echt nicht unterschätzen – es ist echtes Empowerment vom passiven Konsumenten unzureichender IT-Lösungen zum aktiven Architekten des eigenen Arbeitsalltags!
00:23:02: Wenn Sie, liebe Hörerinnen und Hörers jetzt das Gefühl haben dass dieser strukturierte Weg genau die Antwort auf die Zettelwirtschaft in Ihrem Team sein könnte
00:23:11: Dann lohnt sich ein Blick in das Material.
00:23:13: Definitiv!
00:23:14: Dann finden Sie alle tiefgehenden Informationen direkt auf der entsprechenden Landingpage des Kurses.
00:23:20: Dort gibt es übrigens auch die Möglichkeit, kostenfreie Vorschau-Lektionen einzusehen.
00:23:25: Sehr zu empfehlen.
00:23:26: ja
00:23:26: Man sieht dort beispielsweise sehr eindrucksvoll, wie man in wenigen Minuten aus einer banalen Excel-Datei eine erste funktionsfähige App generiert.
00:23:35: Das ist ein hervorragender Startpunkt um das Potenzial intern in ihrem Unternehmen einfach mal greifbar zu machen!
00:23:41: Und um unsere Analyse vor heute abzuschließen möchte ich Ihnen noch einen völlig neuen Gedanken mit auf den Weg geben.
00:23:47: Sehr gerne!
00:23:48: Wir
00:23:48: haben viel darüber gesprochen, wie die Fachabteilungen entlastet werden aber überlegen Sie mal was das für Ihre IT Abteilung bedeutet.
00:23:56: Wenn ihre kaufmännischen oder technisch Mitarbeiter anfangen, ihre eigenen kleinen Prozesse und Apps zu bauen dann wird die IT der Zukunft vielleicht gar nicht mehr selbst programmieren.
00:24:06: Sondern?
00:24:07: Ihre IT-Experten werden vom Hausbauer zum Stadtplaner.
00:24:11: Sie verlegen nur noch die sicheren Straßen und Wasserleitungen also Dataverse Compliance & Security während ihre Mitarbeiter völlig frei und agil ihre eigenen Häuser darauf bauen.
00:24:21: Ein wirklich faszinierendes Bild.
00:24:23: Eine IT, die nur noch die sicheren Leitplanken stellt während das Business mit Vollgas fährt.
00:24:29: Genau das ist die Zukunft!
00:24:30: Die Frage ist also nicht mehr
00:24:32: ob
00:24:33: sie digitalisieren sondern ob Sie Ihren Mitarbeitern beibringen wie man solide Häuser baut anstatt wackelege Excel-Zelte aufzustellen.
00:24:43: In diesem Sinne nehmen Sie diesen Gedanken mit in Ihr nächstes Strategiemieting.
00:24:47: Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Deep Dive.
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