Quick-Briefing - Power Apps – Canvas oder Model-Driven: Die Architektur entscheidet

Shownotes

In diesem Quick-Briefing sprechen wir über die Architekturentscheidungen hinter Microsoft Power Apps und die Frage, wann Canvas Apps oder Model-Driven Apps die bessere Wahl sind.

• Die Architektur entscheidet: Warum die Wahl zwischen Canvas Apps und Model-Driven Apps langfristige Auswirkungen auf Wartbarkeit, Skalierbarkeit und Governance hat

• Model-Driven Apps und Dataverse: Wie strukturierte Datenmodelle und standardisierte Prozesse die Grundlage für stabile Geschäftsanwendungen bilden

• Canvas Apps in der Praxis: Wann individuelle Benutzeroberflächen, mobile Szenarien und flexible Integrationen ihre größten Stärken entfalten

• Power Automate Desktop (PAD): Wie bestehende ERP- und Legacy-Systeme auch ohne moderne Schnittstellen in digitale Prozesse eingebunden werden können

• Hybrid-Architekturen sinnvoll nutzen: Wie Canvas Apps und Model-Driven Apps gemeinsam eingesetzt werden können, um unterschiedliche Anforderungen abzudecken

• Prozesssouveränität im Unternehmen: Wie moderne Power-Platform-Architekturen helfen, Geschäftsprozesse flexibel weiterzuentwickeln und bestehende Investitionen zu schützen

Weiterführende Informationen

Diese Episode basiert auf unserem ausführlichen Fachbeitrag.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier:

https://rohinie.com/power-apps-architektur-canvas-oder-model-driven/

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https://rohinie.com/power-apps-bundle/

Transkript anzeigen

00:00:00: Willkommen bei The Deep Dive!

00:00:02: Heute haben wir eine ziemlich spannende Mission für uns.

00:00:05: Wir steigen tief ein in ein aktuelles Strategiepapier zur Microsoft Power Apps Architektur im Jahr zwanzig sechsundzwanzig

00:00:13: Ja und das ist ein Thema, dass wirklich jeden betrifft der mit Unternehmensdaten arbeitet?

00:00:18: Absolut Ein einziger unbedachter Klick auf Neu in dieser Power Plattform entscheidet für dich und dein Unternehmen heute über Naja, komplettes Datenkars oder eben echte Prozess-Souveränität.

00:00:32: Genau!

00:00:32: Es geht hier längst nicht mehr nur um schicke Designs.

00:00:35: Das ist mittlerweile pure IT über Lebensstrategie für den Mittelstand geworden.

00:00:40: Richtig!

00:00:41: Stell dir das mal vor wie beim Hausbau – kaufst du zuerst die bunten Vorhänge?

00:00:45: Oder gießt du erst einmal ein massives Fundament?

00:00:48: Okay lass uns das mal auspacken.

00:00:50: wir starten direkt beim harten Kern also dem Model Driven Apps und dem Dataverse.

00:00:54: ja dieses Fundament ist extrem wichtig, denn wenn wir über DataWurst sprechen reden wie hier halt nicht über eine glorifizierte Excel-Tabelle in der Cloud.

00:01:03: Nein, definitiv nicht!

00:01:04: Das ist wirklich das relative Rückgrat der ganzen Architektur.

00:01:08: also es erzwingt Normalisierung und das ist der entscheidende Punkt hierbei.

00:01:13: Moment... Erzwingt Normalisierung?

00:01:16: Das klingt für mich ehrlicherweise nach einem massiven administrativen Korsett.

00:01:20: Zerstört das nicht genau diese agile Kreativität, wegen der wir Low Code überhaupt einführen?

00:01:26: Das könnte man im ersten Moment denken.

00:01:28: ja.

00:01:28: Weil bei Model Driven Apps gibt Microsoft quasi das gesamte UI vor und drückt den Nutzer regelrecht durch die starren Business Process Flows.

00:01:36: Weißt du, dass ist genau das Paradoxon der Plattform.

00:01:39: Du hast hier eine Freiheit durch Einschränkung.

00:01:42: Diese vorgegebenen Flows und Masken senken einfach die Fehlerquote extrem.

00:01:47: Ah ok weil der Nutzer gar nicht erst falsch abbiegen kann.

00:01:49: richtig

00:01:50: Exakt!

00:01:51: Bei den typischen Backoffice-Prozessen baust du damit super robuste Leitplanken auf.

00:01:57: Man verliert einfach keine Zeit mehr mit irgendwelchen ewigen Diskussionen über das Layout.

00:02:01: Ja, das ergibt absolut Sinn für vielleicht achtzig Prozent der Aufgaben.

00:02:05: Aber was ist wenn dieses Korsett im rauen Arbeitsalltag dann doch mal reißt?

00:02:09: Dann brauchen wir natürlich einen völlig anderen Ansatz.

00:02:12: Eben Denk doch mal an den Werker in der Produktion.

00:02:15: Der trägt dicke Schutzhandschuhe und er braucht aus seinem Tablet eigentlich nur, sagen wir mal drei riesige fehlerresistente Buttons.

00:02:22: Da bringt mir so eine normalisierte Standardmaske absolut gar nichts

00:02:26: Richtig!

00:02:26: Und genau dafür haben die Canvas-Apps Das ist sozusagen das sprichwörtliche leere Blatt Papier

00:02:33: Pixelgenauefreiheit

00:02:34: Genau das.

00:02:35: Du gestaltest wirklich exakt das was dieser Werker in seiner spezifischen Situation braucht.

00:02:41: Und was hier faszinierend ist, diese Apps sind quasi puliamorös.

00:02:45: Puliamorös?

00:02:46: Wie meinst du das jetzt?

00:02:47: Naja sie hängen eben nicht zwingen nur am Dataverse Fest!

00:02:50: Sie können sich über Hunderte Konnektoren die Daten aus den verschiedensten System gleichzeitig zusammenziehen.

00:02:56: Okay, das klingt in der Theorie wirklich super aber lass uns mal in den Keller von einem ganz normalen mittelständischen Unternehmen schauen.

00:03:03: da steht mit absoluter Sicherheit noch dieser eine staubige beige Server mit dem zwanzig Jahre alten ERP-System.

00:03:10: Ja, der berühmte Begeserver den kennt jeder.

00:03:13: Genau

00:03:13: der!

00:03:14: Der summt da ohne moderne API-Schnittstellen vor sich hin und hält eigentlich die gesamte Lieferkette als Geisel.

00:03:20: Wie binde ich denn bitte diesen Dinosaurier an mein poliamoröses modernes Canvas-Hinterface an?

00:03:25: Da kommt dann Power Automate Desktop also PAD in Spiel.

00:03:29: Anstatt jetzt für unglaublich viel Geld eine wackelege Schnittstelle neu zu programmieren simuliert diese Art von Robotic Process Automation einfach einen echten menschlichen Nutzer

00:03:40: Wartet, der BOT tut also wirklich so als würde er vom Bildschirm sitzen.

00:03:44: Ganz genau!

00:03:45: PAD liest die Bildschirmelemente des alten Systems wie ein menschliches Auge aus... ...es navigiert per Mauszeiger an exakte Pixel-Koordinaten und tippt die Daten ein – in Echtzeit.

00:03:55: Wasen

00:03:56: Das baut einfach eine völlig bruchfreie Brücke zwischen diesem Legacy System und der moderne Cloud.

00:04:02: Wir überbrücken die alten Systeme mit BOTS.

00:04:05: Okay gut Wir haben dann also das streng normalisierte Dataverse für diese Backoffe-Sicherheit.

00:04:10: Richtig!

00:04:11: Und wir haben die grenzenlose Canvas Freiheit, für den Spezialfall am Fließband.

00:04:17: Das wirkt auf mich aber trotzdem wie ein extremer Spagat.

00:04:21: Wir pflegen da doch im Grunde zwei völlig isolierte Welten oder?

00:04:24: Das war vielleicht früher so.

00:04:26: Aber dieser veraltete Dualismus von entweder Canvas oder Model Driven ist im Jahr zwanzig sechsundzwanzig längst vorbei, wir bewegen uns da jetzt in einer echten hybriden Architektur!

00:04:37: Wie sieht das dann in der Praxis aus?

00:04:39: Also du baust deine Model-Driven App für den strikten regulierten Fertigungsauftrag aber exakt an dem Punkt in der Maske wo der Werker zum Beispiel ein Foto hochladen oder eine Skizze per Touchscreen zeichnen muss

00:04:52: Ja?

00:04:53: Genau da bettest du eine hoch flexible Canvas-Komponente direkt in diese Model Driven Maske ein.

00:04:58: Ah,

00:04:58: verstehe!

00:05:00: Das ist dann quasi die Achtzigzwanzigregel der Prozesssouveränität – also Achtzigprozent absolute Standardisierung im Kern für die Datensicherheit?

00:05:09: Exakt.

00:05:10: und die restlichen zwanzig Prozent sind maßgeschneiderte Flexibilität exakt an dem Touchpoint wo der Nutzer sie am dringendsten braucht

00:05:17: Während diese ganzen Altsysteme über die PAD-Bots einfach lautlos im Hintergrund die Daten liefern.

00:05:24: Genau!

00:05:25: Der Nutzer sieht davon gar nichts mehr, der bedient nur noch die nahtlose moderne Oberfläche

00:05:30: Was mich am Ende zu einem ziemlich absurden Gedanken

00:05:33: bringt.

00:05:34: Wenn wir diese zwanzig Jahre alten Legacy Systeme durch PAD Boots und KI jetzt so perfekt fernsteuern können als säße da ein echter Mensch davor schalten wir die dann überhaupt jemals

00:05:46: ab?

00:05:46: Das ist eine wirklich

00:05:47: gute Frage.

00:05:48: Oder werden diese alten Server für immer als unsichtbare Geister in unseren hochmodernen Cloud-Architekturen weiterleben, einfach weil der Schmerz der Migration durch die Bots komplett betäubt wurde?

00:05:59: Etwas worüber du vor deinem nächsten Klick auf Neu auf jeden Fall mal nachdenken kannst!

00:06:03: Bis zur nächsten Untersuchung.

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