Experten-Talk: Das digitale Rückgrat Ihres Unternehmens

Shownotes

In diesem Experten-Talk analysieren wir:

• Warum sich die Power Platform von einer Sammlung einzelner Werkzeuge zu einer zentralen Unternehmensplattform entwickelt hat

• Welche Rolle Dataverse als gemeinsame Datenbasis spielt und weshalb viele Unternehmen damit Excel-basierte Insellösungen ablösen

• Wie Cloud Flows und Desktop Flows auch bestehende Legacy-Systeme in moderne Geschäftsprozesse integrieren

• Warum Prozesse zunächst verstanden werden müssen, bevor Automatisierung echten Mehrwert schafft

• Wann Canvas Apps sinnvoll sind und wann Model-Driven Apps die bessere Wahl darstellen

• Welche Kosten- und Praxishürden bei Power Pages und Copilot Studio häufig unterschätzt werden

• Warum Governance, Data Loss Prevention und ein Center of Excellence die Grundlage für einen nachhaltigen Plattformbetrieb bilden

Weiterführende Informationen:

Diese Episode basiert auf einem ausführlichen Fachbeitrag.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier: https://rohinie.com/power-platform-deep-dive/

Transkript anzeigen

00:00:00: Willkommen zu diesem heutigen tiefen Einblick.

00:00:03: Schön, dass du wieder dabei bist!

00:00:05: Wenn du zu den Menschen gehörst, die in ihrem Berufsalltag schon mal das Gefühl hatten, in so einem endlosen Chaos aus Tabellen zu ertrinken.

00:00:14: Oh ja!

00:00:14: Das klassische Echsel-Chaos.

00:00:16: Genau, dieses ständige E-Mail hin und her und diese manuellen Überträge – dann ist unsere gemeinsame Analyse heute wirklich exakt auf dich zugeschnitten.

00:00:26: Wir sprechen nämlich über das endgültige Ende des Papierkriegs Zwei Punkt Null in Unternehmen.

00:00:31: Ein sehr großes Versprechen?

00:00:32: Absolut!

00:00:33: Unsere Mission heute lautet, wir entschlüsseln die Microsoft Power Platform.

00:00:39: Und bevor du jetzt gedanklich abschaltest – weil du vielleicht vermutest, wir reden hier nur über das nächste simple IT-Tool, dass dir von oben verordnet wird?

00:00:47: Nein!

00:00:48: Wir diskutieren hier einen fundamentalen Architekturwechsel.

00:00:52: Es geht um die Frage wie Organisation ein echtes funktionsfähiges digitales Rückgrat aufbauen, das die gesamte Arbeitsweise umkrempelt.

00:01:02: Also, okay lass uns das mal einpacken.

00:01:04: Sehr gerne!

00:01:05: Stell dir dann aktuell einen digitalen Arbeitsplatz vor.

00:01:08: Wahrscheinlich arbeitest du da auf einem ziemlichen Flickenteppich.

00:01:13: Der existiert dann diese eine essentielle Exeliste die zur Bearbeitung an fünf Kollegen gemeldet wird

00:01:19: Was unweigerlich zu Versionschaus führt, kennen wir alle.

00:01:22: Richtig!

00:01:23: Und daneben gibt es teure Insellösungen für das CRM oder das ERP-System die aber ironischerweise überhaupt nicht miteinander kommunizieren?

00:01:31: Ja Die Konsequenz ist dann, dass hochqualifizierte Mitarbeiter signifikante Teile ihrer Arbeitszeit mit banaler Copy and Paste Arbeit verbringen nur um Daten von System A nach System B zu schaufeln.

00:01:44: und genau da setzt es an.

00:01:46: Was hier faszinierend ist, ist wirklich der Paradigmenwechsel in der IT-Strategie, den wir aktuell beobachten.

00:01:53: In den vergangenen Jahrzehnten folgten Softwareeinführungen ja einem fast schon dogmatischen Starrenmuster.

00:01:59: Mhm!

00:02:00: Diese ewigen Anforderungskataloge?

00:02:02: Genau – ein Geschäftsbereich identifizierte ein Problem.

00:02:06: dann wurden monatelang Anforderungskataloge geschrieben.

00:02:10: Am Ende stand man dann vor der Wahl entweder eine sündhaft teure, maßgeschneiderte Individualentwicklungen Auftrag zu geben oder eben eine extrem unflexible Standard-Software von der Stange zu kaufen.

00:02:21: Die man dann wieder mühsam an die eigenen Prozesse anpassen musste.

00:02:24: Exakt!

00:02:25: Das unvermeidliche Resultat war genau dieser Wildwuchsan digitalen Silos den du gerade skizziert hast.

00:02:32: Die Power Platform erzwingt nun den Wechsel von einer ebzentrierten zur einer plattformzentrierten Denkweise.

00:02:38: Das heißt, das Ziel ist nicht mehr für jedes isolierte Problem eine neue Softwareinsel zu bauen.

00:02:44: Richtig!

00:02:45: Es geht um die Schaffung eines durchlässigen Ökosystems in dem Daten-, Geschäftsprozesse und vor allem die Anwender selbst auf einer gemeinsamen technologischen Basis agieren.

00:02:55: Das bringt uns zu einem Aspekt bei dem ich immer wieder massive Missverständnisse sehe.

00:03:00: Viele Führungskräfte glauben ja tatsächlich sie hätten eine zukunftsfähige Datenstrategie Nur weil sie hunderte von komplexen Excel-Dateien zentral auf einem SharePoint Server ablegen.

00:03:12: Ja, das ist leider ein sehr verbreiteter Irrglaube.

00:03:15: In Wahrheit bauen Sie sich damit doch ein digitales Kartenhaus!

00:03:18: Ich meine einen Mitarbeiter verschwürt versehentlich eine Spalte, ein Makro bricht ab und plötzlich stimmen die ganzen Quartalszahlen nicht mehr.

00:03:25: Ein absoluter Albtraum für jeden Controller.

00:03:28: Die technologische Antwort darauf nennt sich ja Microsoft Dataverse.

00:03:32: Aber Ganz ehrlich, warum sollte ein Unternehmen den Aufwand betreiben seine Daten dorthin zu migrieren?

00:03:38: Warum stellen wir nicht einfach einen klassischen SQL-Server in den Keller und lassen die IT das verwalten.

00:03:44: Weil der eigentliche Durchbruch hier nicht die Datenbank an sich ist sondern die vollständige Entkoppelung der Daten von den jeweiligen Benutzeroberflächen.

00:03:52: Das Dataverse fungiert als die viel zitierte Single Source of Truth Also die einzige unumstößliche Quelle der Wahrheit für das gesamte Unternehmen.

00:04:00: Okay, aber das könnte ein SQL-Server theoretisch auch sein oder?

00:04:04: Wenn wir einfach nur einen SQL Server nutzen, speichern wir dort Tabellen.

00:04:08: Das Dataverse hingegen speichert Geschäftslogik.

00:04:10: Ein entscheidender Mechanismus dabei ist die relative Integrität auf einer viel höheren Ebene.

00:04:16: Wie kann ich mir das konkret vorstellen?

00:04:18: Da hast du nicht nur isolierte Datensätze.

00:04:20: Ein Kunde ist im Dataverse unzertrennlich mit seinen spezifischen Projekten, den dazugehörigen Rechnungen Support Tickets und Ansprechpartnern verknüpft.

00:04:30: Das System verhindert architektonisch das verweiste Datenfragmente entstehen wenn beispielsweise ein Projekt gelöscht wird.

00:04:42: Wenn alle Unternehmensdaten in einem riesigen zentralen Topfliegen, da schrillen doch bei jedem Datenschützbeauftragten sofort alle Alarmglocken.

00:04:50: Da stimmt!

00:04:51: Sicherheit ist das oberste Gebot.

00:04:53: Ein klassischer File-Sharing Ordner ist oft sehr restriktiv.

00:04:57: Wenn ich den Ordner nicht sehe, sehe ich die Daten nicht.

00:05:00: Genau diese Restriktivity bringt das Dataverse auf die Ebene des einzelnen Datensatzes.

00:05:05: Wir sprechen hier von der Sicherheit auf Zeilenebene Der sogenannten Row Level Security.

00:05:12: Ja, und das ist ein massiver architektonischer Vorteil.

00:05:16: Nehmen wir mal ein realistisches Vertriebsszenario.

00:05:19: Ein Unternehmen pflegt eine einzige globale Kundentabille.

00:05:23: Ein Vertriebesmitarbeiter der für die Region Nord zuständig ist öffnet die Anwendung.

00:05:28: Das Dataverse filtert die Daten in Echtzeit so dass dieser Mitarbeiter ausschließlich seine eigenen Kunden aus dem Norden sieht erahnt nicht einmal dass die anderen Datensätze existieren.

00:05:38: Ah,

00:05:39: verstehe!

00:05:39: Und der Chef?

00:05:40: Der Vertriebsleiter hingegen öffnet exakt dieselbe Tabelle über die selbe App und sieht aggregiert die Daten seiner gesamten Mannschaft.

00:05:48: Die Geschäftsführung sieht die weltweiten Daten, all das passiert innerhalb einer einzigen Datenstruktur.

00:05:53: Niemand muss mehr fünf verschiedene Tabellen mit unterschiedlichen Passwörtern synchronisieren.

00:05:58: Und

00:05:58: was passiert wenn jemand versucht fehlerhafte Daten einzuschleusen?

00:06:01: Nehmen wir mal an, jemand baut sich so eine schnelle mobile App für die Dateneingabe und vergisst schlichtweg Validierungsregeln einzubauen.

00:06:09: Das ist der zweite enorme Vorteil dieser Entkopplung.

00:06:13: Die Business-Lobig wird direkt im Dataverse verankert, nicht in der App.

00:06:18: Das heißt die Datenbank selbst passt auf?

00:06:20: Ganz genau!

00:06:21: Wenn das Unternehmen auf Datenbankebene definiert dass ein Rechnungsbetrag niemals negativ sein darf oder dass ein Rabatt zwanzig Prozent nicht übersteigen darf dann erzwingt das Kernsystem diese Regel kompromisslos

00:06:33: Egal woher die Daten kommen.

00:06:35: Richtig Es ist völlig unerheblich, ob jemand versucht diese fehlerhaften Daten über eine Smartphone App einzugeben, über einen massenhaften Excel-Import hochzuladen oder durch einen automatisierten Hintergrundprozess

00:06:48: zu pushen.

00:06:50: Die Basis blockiert den Vorgang und bleibt sauber!

00:06:53: Die Applikationen oben drüber können kommen und gehen – der schützende Kern bleibt

00:06:58: stehen.".

00:06:59: Das ist eigentlich die perfekte Überleitung zum nächsten großen Flaschenhals in Unternehmen und zwar die Prozesse selbst.

00:07:06: Wenn das Dataverse das Herz der Architektur ist, dann übernimmt Power Automate die Rolle des zentralen Nervensystems.

00:07:13: Ein sehr schönes Bild!

00:07:14: Und hier betreten wir das Schlachtfeld gegen diese ganze Sisyphusarbeit.

00:07:18: Mitarbeiter fungieren in unserer heutigen Arbeitswelt ja oft unfreiwillig als menschliche Brücken zwischen inkompatiblen Systeme.

00:07:25: Ja, das sehen wir jeden Tag.

00:07:27: Eine Bestellung kommt als PDF per E-Mail rein – ein Mensch Öffnet die E-Mail, liest das PDF, öffnet das ERP-System, tippt die Kundennummer ab, überträgt die Artikelnummer und klickt auf Speichern.

00:07:39: Das ist nicht nur extrem fehleranfällig – es ist eine absurde Verschwendung menschlichen Potentials.

00:07:46: Absolut!

00:07:46: Power Automate setzt exakt an dieser Schnittstelle an und verbindet mittlerweile weit über tausend verschiedene Anwendungen Und wir sprechen hier nicht nur vom Microsoft Cosmos.

00:07:56: Das System greift nahtlos auf Salesforce, SAP, Oracle oder auch ganz simple Google Sheets zu.

00:08:03: Tausend Anwendungen – das ist enorm!

00:08:05: Wenn wir uns die Automatisierungsstrategie ansehen müssen wir drei grundlegende Ebenen unterscheiden.

00:08:10: Die eleganteste Ebene sind die Clioid Flows.

00:08:13: Wie funktionieren sie?

00:08:14: Diese Prozesse laufen unsichtbar.

00:08:16: API basiert im Hintergrund.

00:08:18: Ein klassischer Anwendungsfall wäre Ein neuer Großkunde unterschreibt einen Vertrag digital via DocuSign.

00:08:25: Dieser Trigger setzt eine vollautomatisierte Kettenreaktion in Gang.

00:08:29: Ohne dass jemand was klicken muss?

00:08:30: Genau!

00:08:31: Der Flow extrahiert die Kundendaten, legt den Datensatz im Dataverse an, schickt eine Benachrichtigung in den Microsoft Teams Kanal des Projektmanagements, generiert parallel die finale PDF-Akte und legt sie in der korrekten neu erstellten SharePoint Struktur ab.

00:08:46: Ein Prozess, der manuell vielleicht zwanzig Minuten Konzentration erfordert passiert in zwei Sekunden.

00:08:52: Wahnsinn!

00:08:53: Aber Moment wenn wir über Cloudflos sprechen setzen wir ja voraus dass die beteiligten Systeme moderne APIs also Programmierschnittstellen besitzen.

00:09:01: Das ist die Voraussetzung dafür.

00:09:02: Ja aber

00:09:03: was ist mit den Unternehmen die technologisch noch tief in den Neunzigern stecken?

00:09:08: Wir kennen alle diese grauen Terminal basierten Legacy-Systeme in der Logistik oder in Banken die absolut keine Schnittstellen nach außen haben.

00:09:18: Kleben wir damit Automatisierung nicht einfach ein digitales Pflaster auf ein kaputtes System?

00:09:23: Das ist ein sehr valider Punkt!

00:09:25: Wir automatisieren im Grunde einen veralteten Prozess, anstatt die Altsysteme endlich abzuschalten.

00:09:31: Strategisch gesehen hast du recht das es technische Schuldenverwaltung aber wir müssen natürlich auch die betriebswirtschaftliche Realität betrachten.

00:09:38: Das Austauschen eines fünfundzwanzig Jahre alten hochgradig angepassten ERP-Systems Dauert oft Jahre und verschwingt Millionen.

00:09:45: Stimmt auch wieder!

00:09:46: Für

00:09:46: genau diese Übergangszeit bietet die zweite Ebene, die Desktop Flows oder Robotic Process Automation – kurz RPA eine pragmatische Brücke.

00:09:55: RPA?

00:09:55: Okay was macht das genau?

00:09:57: Wenn es keine API gibt setzt man einen Softwareroboter ein.

00:10:02: Dieser Bot imitiert buchstäblich die Augen, die Klicks und die Tastatureingaben eines Menschen auf der Benutzeroberfläche dieses alten Systems.

00:10:10: Er liest den Bildschirm aus, navigiert durch die grauen Menüs und tippt Daten ein.

00:10:16: Das System denkt also da sitzt ein echter Mensch und tipped.

00:10:19: Exakt!

00:10:20: So können selbst völlig isolierte Legacy-Systeme an das moderne digitale Rückgrat angebunden werden, ohne dass man die zugrunde liegende Software sofort austauschen muss.

00:10:30: Das klingt nach einem sehr mächtigen Werkzeugkasten – aber die Gefahr ist doch, dass Unternehmen jetzt anfangen jeden noch so ineffizienten Prozess wild zu automatisieren!

00:10:40: Frei nach dem Motto, ein schlechter digitaler Prozess ist immer noch besser als ein schlechter analoger Prozess.

00:10:45: Das ist ein fataler Trugschluss und deshalb ist die dritte Ebene so essentiell – das Process Mining!

00:10:53: Bevor du auch nur einen einzigen Flow baust musst du verstehen wie in deinem Unternehmen wirklich gearbeitet wird.

00:10:59: nicht das was im schönen Handbuch steht sondern die Realität.

00:11:03: Die weicht ja oft stark ab.

00:11:05: Process Minding analysiert die Lock Files und digitalen Fußspuren deiner IT-Systeme.

00:11:10: Es visualisiert, datenbasiert die realen Abläufe.

00:11:14: Plötzlich siehst du auf einem Dashboard das vierzig Prozent aller Rechnungsfreigaben in einer bestimmten Abteilung immer wieder in eine manuelle Prüfschleife laufen und dort im Schnitt vier Tage liegen bleiben.

00:11:25: Da wird der Flaschenhals dann sichtbar.

00:11:27: Erst wenn Du diese Flaschenhälse und ineffizienzen identifiziert hast kannst Du gezielt entscheiden wo eine Automatisierung überhaupt einen echten Return on Investment bringt.

00:11:37: So was bedeutet das nun alles?

00:11:38: Für Dich, der das hier hört und für die Teams, die diese Prozesse täglich ausbaden müssen.

00:11:44: Es reduziert sich im Kern auf Fehlervermeidung und Kapazitätsfreisetzung.

00:11:49: Ein automatisierter Workflow ist immun gegen Tippfehler bei einer zwanzigstelligen E-Bahn?

00:11:55: Zum Glück!

00:11:55: Er ignoriert keine Compliancevorgaben und er vergisst niemals eine Frist einzurelten.

00:12:00: Durch die Eliminierung dieser repetitiven monotonen Aufgaben gibst du den Mitarbeitern genau die kognitive Kapazität zurück, für die sie eigentlich eingestellt wurden – also strategische Planung, kreative Problemlösungen und persönliche Kundenbetreuung.

00:12:15: Und diese neu gewonnene Kapazität führt uns direkt in das faszinierendste Feld dieser Plattform – Power Apps!

00:12:21: Wir sprechen hier über die Demokratisierung der Softwareentwicklung oft als Citizen Development bezeichnet.

00:12:27: Ein riesiges Thema.

00:12:28: Die Grundidee ist ja absolut bestechend.

00:12:31: Wer kennt die Schwachstellen im Lagerprozess besser als der Logistikleiter?

00:12:35: Wer versteht die Schmerzpunkte dem Onboarding neuer Mitarbeiter besser, Die klassische IT-Abteilung ist von diesen operativen Realitäten oft viel zu weit entfernt.

00:12:45: Wir erleben hier wirklich das Aufbrechen eines jahrzehntelangen Monopols.

00:12:49: In der Vergangenheit mussten Fachabteilungen für jede prozessuale Anpassung, für jede noch so kleine Applikation einen formellen Antrag bei der IT-Stelle

00:12:57: und dann monatelang warten.

00:12:59: Richtig!

00:13:00: Weil die Entwicklerressourcen extrem knapp waren.

00:13:03: PowerApps versetzt nun genau diese Fachexperten in die Lage, unter kontrollierten Bedingungen eigene Business-Wagzeuge zu erschaffen.

00:13:10: Selber bauen statt warten?

00:13:12: Genau!

00:13:13: Wenn wir uns die Architektur ansehen fordert die Plattform jedoch eine klare strategische Entscheidung denn es gibt zwei völlig unterschiedliche Herangehensweisen an die Appentwicklung.

00:13:23: Du spielst auf die Unterscheidung zwischen Canvas Apps und Model Driven Apps an.

00:13:28: Lass uns das mal aufschlüsseln.

00:13:30: Warum brauche ich zwei verschiedene Werkzeuge, um eine App zu bauen?

00:13:34: Weil sie völlig unterschiedliche Anwendungsfälle abdecken.

00:13:38: Beginnen wir mit den Canvas-Apps.

00:13:40: Der Name ist der Programm.

00:13:41: Du startest mit einer leeren weißen Leinwand einem Canvas

00:13:45: Also freier Hand.

00:13:46: Volle Gestaltungsfreiheit!

00:13:48: Du hast die absolute Kontrolle über jeden Pixel jede Farbe jeden Button und jede Animation.

00:13:54: Diese Apps sind maßgeschneidert für sehr spezifische, stark aufgabenorientierte Prozesse die meist mobil auf Smartphones oder Tablets genutzt werden.

00:14:03: Hast du dein Beispiel?

00:14:04: Denk an eine App für Messemitarbeiter die Leads per iPad erfassen!

00:14:08: Oder einen Service-Techniker der eine defekte Maschine fotografiert und das Bild direkt in der App mit Kommentaren versieht.

00:14:15: Die Benutzeroberfläche muss hier extrem intuitiv sein – oft bedienbar mit einer Hand oder sogar mit Arbeitshandschuhen

00:14:22: Aber wenn ich die volle Kontrolle über das Design habe, bedeutet es im Umkehrschluss auch, dass ich als Fachanwender sehr viel Zeit in das Layout, in die Navigation und in die Responsivität für verschiedene Bildschirmgrößen stecken muss.

00:14:35: Das skaliert bei großen Unternehmensanwendungen doch überhaupt nicht.

00:14:39: Exakt!

00:14:40: Und deshalb existiert das zweite Paradigma – Die Model-Driven Apps.

00:14:45: Okay...und wie funktionieren sie?

00:14:46: Hier ist der Ansatz komplett umgekehrt.

00:14:48: Du beginnst nicht mit dem Design, du beginnest mit dem Datenmodell im Dataverse.

00:14:53: Du definierst die Tabellen-, Beziehungen-, Formulare- und Geschäftsprozesse.

00:14:58: Das System generiert die Applikation darauf hin nahezu automatisch.

00:15:02: Das heißt ich muss nicht mehr Pixelschopsen?

00:15:04: Nein!

00:15:05: Du hast kaum gestalterische Freiheit.

00:15:07: Das Design ist von Microsoft streng vorgegeben und hochgradig standardisiert.

00:15:11: Das mag für Designer jetzt frustrierend klingen, hat aber für einen Unternehmen unschätzbare Vorteile.

00:15:17: Weil alles gleich aussieht?

00:15:18: Die Bedienung ist über dutzende Apps hinweg völlig konsistent – ein Mitarbeiter der das Fuhrparkmanagement bedienen kann versteht sofort auch die App für das Vertrags-Management.

00:15:28: Model Driven Apps sind das perfekte Werkzeug für komplexe, datenintensive Backoffice Prozesse.

00:15:34: Und was ist mit der Sicherheit bei all diesen selbst gebauten Apps?

00:15:37: Das ist der wichtigste Punkt bei beiden Apptypen Da sie tief in das Microsoft-Dreifemundsechzig Ökosystem integriert sind, erben Sie automatisch das gesamte Sicherheitskonzept.

00:15:49: Wenn deine IT eine Multifaktorauthentifizierung oder bedingte Zugriffsrichtlinien vorschreibt, greifen diese nahtlos für jede einzelne App die ein Citizen-Developer baut.

00:15:59: Wenn wir nun strukturierte Daten im Dataverse haben, Prozesse durch Power Automate beschleunigen und über Power Apps saubere Eingabemasken besitzen, stehen wir vor dem nächsten Engpass!

00:16:10: Wie machen wir dieses massive, neu entstehende Datenvolumen für das Management interpretierbar?

00:16:16: Das Reporting.

00:16:17: Genau!

00:16:18: Wenn ich mir ansehe wie Unternehmen heute Reportings betreiben – das gleicht oft archäologischen Ausgrabungen.

00:16:24: Man wühlt sich in Management-Meetings durch PDF-Berichte oder Excel-Grafiken die in dem Moment indem sie ausgedruckt wurden im Grunde bereits veraltet waren.

00:16:32: Ja absolut.

00:16:33: Das ist das Ende des traditionellen Bauchgefühlmanagements und der Übergang zur echten Datenkultur.

00:16:40: Die Antwort der Plattform darauf ist Power BI.

00:16:42: Es treibt die Demokratisierung des Wissens voran.

00:16:45: Weg vom Warten auf den Monatsabschluss!

00:16:48: Richtig Anstatt dass ein Abweilungsleiter auf den standardisierten Monatsabschluss wartet, der erst am fünftzehnten des Folgemonats vorlegt erhält er Echtzeittransparenz.

00:16:58: Die Dashboards aktualisieren sich automatisch sobald sich die Daten im Dataverse ändern

00:17:03: Und man kann selbst reingehen oder?

00:17:06: Das is das wirklich Revolutionäre Die Self-Service Analytics.

00:17:10: Fachanwender können die Datenmodelle selbst explorieren.

00:17:13: Nehmen wir an, ein Dashboard zeigt einen plötzlichen Einbruch der Marge in der Produktgruppe B.

00:17:18: Früher hätte man da die IT anrufen müssen

00:17:20: Genau um eine detaillierte Aufschlüsselung zu bitten.

00:17:24: In Power BI nutzt der Manager einfach die Drilldown Funktion.

00:17:28: Er klickt auf den aggregierten Balken im Diagramm, taucht eine Ebene tiefer in die Regionen ein.

00:17:33: Klickt auf dem problematischen Standort und landet schließlich bei der exakten einzelnen fehlerhaften Transaktion, die den Ausreißer verursacht hat.

00:17:41: Alles innerhalb von Sekunden...

00:17:43: ...und völlig ohne fremde Hilfe!

00:17:45: Hier wird es jetzt wirklich interessant für dich wenn du die Perspektive noch ein bisschen weiter aufziehst.

00:17:49: Alles was wir bisher besprochen haben dreht sich ja um die Optimierung der internen Abläufe aber kein Unternehmen agiert in einem Vakuum

00:17:57: Richtig.

00:17:57: Was passiert, wenn ich

00:17:59: externe

00:18:00: Stakeholder einbinden will?

00:18:02: Wenn ich möchte, dass meine Lieferanten selbstständig ihre Zertifikate hochladen oder meine BtoB-Kunden ihre eigenen Support Tickets einsehen und bearbeiten können.

00:18:12: Wie öffne ich mein digitales Rückgrat nach außen ohne ein massives Sicherheitsrisiko einzugehen?

00:18:19: Die Plattform bietet dafür ja Power Pages an!

00:18:26: Damit lassen sich hochgradig sichere, geschäftsorientierte Webportale erstellen die direkt mit dem Dataverse interagieren.

00:18:33: Also ohne Umwege.

00:18:34: Wenn ein Kunde über das Webportal seine Lieferadresse ändert wird dieser Datensatz ohne jeglichen Medienbruch, ohne Synchronisationsverzögerung und ohne manuelles Abtippen direkt im Kernsystem aktualisiert.

00:18:47: Das ist aus technologischer Sicht enorm elegant und beseitigt unzählige Fehlerquellen in der BtoB-Kommunikation.

00:18:54: Aber... Ich höre da ein aber!

00:18:57: Lass mich raten, es geht um das Budget.

00:18:59: Es geht um eine potenzielle massive Kostenfalle.

00:19:03: Die Lizenzierung von Power Pages unterscheidet sich fundamental von den internen Tools.

00:19:09: Sie erfolgt in der Regel nutzungsbasiert oft pro authentifiziertem Login oder pro aktiven Nutzer im Monat.

00:19:16: Das kann teuer werden.

00:19:18: Wenn du ein Portal baust, auf dem sich täglich zehntausende Endkunden einloggen um kleine Statusabfragen zu machen, explodieren die Lizenzkosten exponentiell.

00:19:28: Power Pages ist ein mächtiges aber optionales Add-on – es ist kein Dogma!

00:19:34: Ein Unternehmen muss extrem spitz kalkulieren ob der Prozessgewinn der nahtlosen Integration die laufenden Lizenz kosten für externe Zugriffe rechtfertigt.

00:19:44: Das heißt, für viele externe Portale baut man lieber selbst was.

00:19:48: Für viele hochfrequentierte BITUSI-Szenarien ist eine klassische Webentwicklung mit einer einfachen AP Anbindung an das CRM auf Dauer deutlich wirtschaftlicher.

00:19:57: Das ist ein enorm wichtiger Hinweis um nicht blind in so ne Kostenfalle zu tappen!

00:20:02: Lass uns den Blick auf einen Thema richten, dem man aktuell einfach unmöglich ausweichen kann – künstliche Intelligenz.

00:20:09: Innerhalb der Power Platform sprechen wir hier primär über das Coopilot Studio.

00:20:13: Ja, das Thema der Stunde.

00:20:15: Wenn man den Marketing-Videos glaubt ist die Vision grandios!

00:20:18: Ich stelle mir das so vor ich öffne einen Chatbot tippe ein lasst ihr vom System meine restlichen Urlaubstage geben.

00:20:25: buch mir die erste Juliwoche frei und bestell mir nebenbei noch das neue iPhone für mein Projektteam.

00:20:30: Und die KI erledigt die gesamte Orchestrierung über die verschiedenen Systeme hinweg vollautomatisch im Hintergrund.

00:20:36: Die

00:20:36: Vision die Microsoft da skizziert geht absolut in diese Richtung aber Wir müssen hier dringend die Realität von der Marketingerzählung trennen.

00:20:46: Wo stehen wir da wirklich?

00:20:48: Wir betrachten aktuell den Stand der Technologie von Januar zwanzig sechsundzwanzig und aus der Perspektive eines Entwicklers, der diese Bots in der Praxis bauen muss sieht die Landschaft extrem steinig aus.

00:21:00: Microsoft hat die Architektur des Co-Pilot Studios massiv in Richtung eines KI Zwangs umgebaut.

00:21:06: KI

00:21:07: ZWANG?!

00:21:07: Wie meinst du das?

00:21:08: In der Vergangenheit hattest du als BOT-Entwickler die absolute Kontrolle.

00:21:13: Du hast präzise Triggerfrasen manuell definiert, du wusstest exakt wenn der Nutzerwort A und Wort B in dieser Kombination eingibt startet Prozess C. Dieser deterministische Ansatz bot enorme Verlässlichkeit.

00:21:28: Und heute?

00:21:28: Heute wirst du von der Plattform quasi gezwungen die Erkennung der Absichten das sogenannte Intent-Trackignition vollständig einem Large Language Model zu überlassen.

00:21:38: Aber ist das nicht der Sinn von KI?

00:21:41: Dass sie flexibler reagiert und den Nutzer auch dann versteht, wenn er sich nicht an starre Befehlsketten hält.

00:21:48: Warum sollte das ein Problem sein?

00:21:50: Weil diese Flexibilität in der Praxis oft in Unberechenbarkeit umschlägt – insbesondere wenn wir den englischsprachigen Raum verlassen.

00:21:58: Ah die Sprache!

00:21:59: Im Deutschen führt dieser KI-Automatismus aktuell zu massiven Frustrationen bei der Entwicklung.

00:22:05: Die Modelle haben große Schwierigkeiten mit den Feinheiten unserer Sprache.

00:22:09: Komplexe Kompositer, spezifische Brancheninterne Fachbegriffe, regionale Dialekte oder schlichtweg kontextabhängige Nuancen werden von der generativen KI oft fehlinterpretiert.

00:22:21: Ein Bot, der auf Englisch super funktioniert, scheitert im Deutschen?

00:22:25: Er verliert schnell den Faden – genau!

00:22:27: Das Parabaxe an dieser Entwicklung ist, die Erstellung eines wirklich verlässlichen unternehmenstauglichen Boots wird durch die KI aktuell nicht zwehend einfacher oder schneller.

00:22:37: Man is ja so länger beschäftigt!

00:22:39: Statt die klaren Regeln einfach in zehn Minuten manuell einzutippen verbringen Entwickler nun Stunden mit sogenanntem Prompt Engineering.

00:22:46: Sie versuchen verzweifel das System durch ausgeklügelte Systemprompt in ein logisches Korsett zu zwingen damit es nicht haluziniert oder falsche Prozesse anstößt.

00:22:55: Also noch nichts für Anfänger.

00:22:57: Wer heute mit dem Copilot Studio komplexe, geschäftskritische Automatisierungen im durchsprachigen Raum bauen will benütigt eine extrem hohe Frustrationstoleranz und wirklich tiefes Know-how im Umgang mit Sprachmodellen.

00:23:08: Okay wir haben jetzt über Fachanwender gesprochen die Apps bauen, über Bots die schwer zu bändigen sind und überschnittstellen in alle denkbaren Systeme.

00:23:19: Das wirft für mich unweigerlich das absolute Schreckensszenario der IT auf

00:23:24: Die SchattenIT.

00:23:26: Wenn plötzlich hunderte Mitarbeiter aus dem Marketing, der HR oder der Logistik anfangen eigene Datenstrukturen zu erstellen und Prozesse zu automatisieren züchten wir uns dann nicht die ultimative unkontrollierbare Schatten-IT heran?

00:23:43: Das muss doch jedem Chief Information Officer schlaflose Nächte bereiten.

00:23:47: Die Angst vor dem Chaos ist absolut berechtigt!

00:23:50: Ein dezentrales digitales Rückgrat ohne eiserne Leitplanken wird unweigerlich kollabieren.

00:23:57: Aber genau um diese Leitplanken zu garantieren, existiert das Power Platform Admin Center – kurz PPAC.

00:24:05: Das

00:24:06: ist die zentrale Kommandozentrale für die IT.

00:24:10: Der wichtigste Hebel dort ist das Environment Management.

00:24:13: Eine professionell aufgestellte IT-Abteilung lässt Mitarbeiter niemals direkt in der produktiven Umgebung experimentieren.

00:24:20: Es werden strittgetrennte Umgebungen für Entwicklung, Test und Produktion eingerichtet.

00:24:25: So dass man nichts kaputt machen

00:24:26: kann?

00:24:27: Genau!

00:24:28: Wenn die motivierte Personalreferentin an einem neuen Automatisierungsflow für das Onboarding bastelt und versehentlich eine Endlosschleife programmiert stürzt dieser Flow in ihrer isolierten Entwicklungs-Sandbox ab.

00:24:40: Die echte, produktive Firmendatenbank bleibt davon völlig unberührt.

00:24:44: Das schützt vor technischen Fehlern.

00:24:46: Aber was ist mit böswilligem oder fahrlässigen Verhalten?

00:24:49: Wie verhindere ich das sensible Kundendaten, die ja jetzt so wunderbar zugänglich im Dataverse liegen durch einen Flow extrahiert und das Unternehmen verlassen?

00:24:58: Dafür

00:24:58: sorgt die Dataloss Prevention – Die DLP-Strategie!

00:25:03: Das ist ein extrem feingranulares Regelwerk.

00:25:06: Als Administrator kannst du auf technischer Ebene exakt definieren, welcher der über tausend Konnektoren in welche Umgebung miteinander interagieren dürfen.

00:25:15: Hast Du da ein konkretes Beispiel?

00:25:18: Du kannst beispielsweise Geschäftskonnekturen wie Office-Dreifünfundsechzig, Dataverse und SAP in eine vertrauenswürdige Gruppe packen.

00:25:27: Konnektorin für private Dienste wie Twitter, Dropbox oder Gmail kommen in eine blockierte Gruppe

00:25:32: Und das System trennt das dann hart?

00:25:35: Das System erzwingt diese Trennung absolut rigoros.

00:25:39: Wenn ein Mitarbeiter versucht einen Flow zu aktivieren, der Daten aus dem CRM ausliest und automatisch an seinen privaten Dropbox Account sendet, lässt die Plattform das schlichtweg nicht zu – Der Flow lässt sich nicht einmal speichern!

00:25:51: Sehr beruhigend.

00:25:52: Zusätzlich liefert das Admin-Center umfassende Telemetriedaten.

00:25:57: Die IT sieht auf Dashboards exakt, wer welche App wie oft nutzt.

00:26:01: Wenn jemand eine App gebaut hat die seit achtzehn Monaten von niemandem mehr geöffnet wurde erkennt das System diese als verweist und kann automatische Prozesse zur Archivierung und Löschung anstoßen.

00:26:12: so bleibt die Umgebung sauber.

00:26:14: Wir beleuchten hier stark die technische Administration, aber der Erfolg der Power Platform entscheidet sich meiner Meinung nach auf einer ganz anderen Ebene.

00:26:23: Und zwar der Kultur!

00:26:24: Wir müssen über das Konzept des Center of Excellence sprechen – in vielen Unternehmen wird die IT traditionell als Die Abteilung des Neinens wahrgenommen.

00:26:32: Man stellt eine Anfrage und die IT blockt aus Sicherheits- oder Kapazitätsgründen ab.

00:26:37: Ein Center Of Excellence, ein COE erfordert ein völlig neues Mindset.

00:26:42: Ein erfolgreich implementiertes Center of Excellence agiert nicht als Polizei, sondern als Inkubator.

00:26:48: Es ist ein interdisziplinäres Team das die Citizen Developer aktiv befähigt.

00:26:54: Es stellt sichere CI-konforme App Vorlagen zur Verfügung, bietet interne Schulungen an und etabliert Best Practices.

00:27:02: Also Hilfe zu Selbsthilfe!

00:27:04: Das COE hat die Aufgabe, die organische Innovation aus den Fachbereichen zu fördern aber eben gleichzeitig zu professionalisieren.

00:27:12: Stell dir vor ein Controller baut in eigen Regie eine hochkomplexe, aber geniale Power-App zur Budgetfreigabe – die in seiner Abteilung extrem erfolgreich läuft!

00:27:25: Richtig das CoE erkennt dieses Potenzial durch die Telemetriedaten Anstatt die App als Schatten-IT zu verbieten, nimmt das CoE Team den Controller an die Hand.

00:27:35: Sie überarbeiten gemeinsam den Code, sichern die Datenanbindung ab, dokumentieren die Architektur und rollen diese App dann als offiziellen Unternehmensstandard für alle anderen Abteilungen aus.

00:27:47: So wird lokales Wissen skaliert!

00:27:52: Wir haben heute detailliert analysiert, dass die Power-Plattform weit mehr ist als eine Sammlung von Werkzeugen.

00:27:58: Es ist ein strategischer Architekturwechseln – wenn ein Unternehmen dieses digitale Rückgrat korrekt aufbaut, resultiert das primär in drei massiven Wettbewerbsvorteilen.

00:28:08: Erstens Resilienz Das Fundament des Dataverse schützt die Geschäftslogik und sichert die Datenqualität auf Enterprise Niveau.

00:28:17: Das fehleranfällige Exelkartenhaus verschwindet.

00:28:20: Der zweite Punkt

00:28:21: Zweitens – Effizienz?

00:28:23: Durch die Synergie von Power Automate und maßgeschneiderten Power Apps werden archäische Systembrüche, manuelle Copy- und Paste-Orgien eliminiert.

00:28:32: Und drittens?

00:28:33: Drittens Agilität!

00:28:35: Durch die sofortige Transparenz in Power BI und die Möglichkeit der Fachabteilungen eigene Werkzeuge zu entwickeln entsteht ein Unternehmen das extrem schnell auf neue Marktgegebenheiten oder regulatorische Anforderungen reagieren kann.

00:28:48: Die entscheidende Frage für dich lautet nun, wo fängst du an?

00:28:52: Der schlechteste Weg wäre einfach wahllos Lizenzen zu kaufen und die Software unkommentiert auf die Rechner der Mitarbeiter zu pushen.

00:29:00: Der richtige Fahrplan startet immer beim Geschäftsprozess.

00:29:04: Identifiziere einen spezifischen Schmerzpunkt, einen manuellen Ablauf der Fehler anfällig ist und deine Mitarbeiter frustriert.

00:29:12: Etabliere von Tag eins an ein sauberes Governance-Konzept über das Admin Center – und am allerwichtigsten investiere in die Befähigung der Menschen!

00:29:23: Die technologisch eleganteste Plattform ist wertlos wenn die Fachanwender sie nicht verstehen.

00:29:29: Das wirft eine wichtige Frage auf, wenn wir diese Entwicklung mal konsequent weiterdenken.

00:29:34: Oh

00:29:34: jetzt wird es philosophisch!

00:29:35: Ein bisschen... Wir haben intensiv über die Demokratisierung der Entwicklung durch Citizen Development gesprochen.

00:29:42: Wenn nun dank Low Code Plattformen plötzlich die HR-Managerin, der Logistiker oder der Controller die passgenauesten und effizientesten Softwarelösungen für das operative Geschäft schreiben Wie verschiebt das langfristig die Machtstrukturen und das Ansehen innerhalb eines Unternehmens?

00:29:58: Ein spannender Gedanke.

00:29:59: Verliert die klassische IT-Abteilung ihr Monopol auf die Wertschöpfung, werden hochbezahlte klassische Programmierer in Zukunft vielleicht nicht mehr die gefeierten Architekten der Unternehmen Software sein sondern degradieren sie zu reinen Aufsehern, die nur noch Server überwachen und die Leitplanken für die eigentlich kreativen Facharbeiter polieren.

00:30:19: Das ist ein Szenario, dass die Identität der klassischen IT-Abteilung vom Maschinenraum zur reinen Governancebehörde transformieren würde.

00:30:28: Eine extrem spannende Überlegung, die den internen Arbeitsmarkt völlig auf den Kopf stellen könnte!

00:30:35: Denk mal in Ruhe darüber nach wie das in deinem Unternehmen aussehen würde.

00:30:39: Wir danken dir fürs Zuhören bei unserer heutigen gemeinsamen Analyse.

00:30:43: Bis zum nächsten Mal wenn wir wieder tief in die Materie eintauchen.

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