Experten-Talk: Power Apps im Härtetest – Kosten, Lernkurve und Governance

Shownotes

In diesem Experten-Talk sprechen wir über die wirtschaftlichen, technischen und organisatorischen Herausforderungen bei der Einführung von Microsoft Power Apps im Unternehmensumfeld.

• Vorhandene Lizenzen sinnvoll nutzen: Warum viele Unternehmen mit Microsoft 365 bereits erste Business-Apps entwickeln können, ohne zusätzliche Investitionen tätigen zu müssen

• Die Premium-Grenze: Wann Dataverse, SQL Server, SAP-Anbindungen oder Premium-Connectoren zusätzliche Lizenzkosten verursachen und wie sich die Wirtschaftlichkeit realistisch bewerten lässt

• Schnell zum Prototypen: Wie Fachanwender mit Power Fx und Low-Code-Ansätzen in kurzer Zeit erste Lösungen erstellen können und wo die Grenzen dieses Ansatzes liegen

• Vom Prototyp zur Unternehmensanwendung: Warum Sicherheit, Rollen- und Berechtigungskonzepte, Delegationsgrenzen und Wartbarkeit entscheidend für den langfristigen Erfolg sind

• Governance als Erfolgsfaktor: Wie Data Loss Prevention (DLP), Center-of-Excellence-Konzepte und professionelle ALM-Prozesse Schatten-IT vermeiden und gleichzeitig Innovation fördern

• Nachhaltiger Betrieb statt Einmalprojekt: Warum moderne Cloud-Anwendungen kontinuierlich weiterentwickelt werden müssen und weshalb Mentoring, Support und klare Verantwortlichkeiten langfristig entscheidend sind

Weiterführende Informationen

Diese Episode basiert auf unserem ausführlichen Fachbeitrag.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier:

https://rohinie.com/powerapps-kosten-lernkurve-mittelstand/

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https://rohinie.com/power-apps-canvas-kurs/

Transkript anzeigen

00:00:00: Hallo und willkommen zu unserer heutigen detaillierten Quellenanalyse.

00:00:06: Schön, dass du dabei bist!

00:00:07: Ja hallo auch von meiner Seite.

00:00:09: Stell dir das hier einfach als dein ganz persönlichen strategischen Deep Dive vor.

00:00:14: Also wenn Du dich gerade auf ein wichtiges Meeting vorbereitest oder fundierte Entscheidungen im Bereich der digitalen Transformation treffen musst dann bist Du hier exakt richtig

00:00:25: Absolut ja.

00:00:26: Wir haben heute nämlich ein sehr fokussiertes Thema für uns.

00:00:30: Das basiert auf einem branchenbekannten Artikel von Volker Buntrock aus diesem Jahr, also zwanzig sechsundzwanzig.

00:00:37: Der Titel lautet Power Apps – Kosten- und Lernkurve der ehrliche Check.

00:00:42: zwanzich sechsundzwanzig.

00:00:43: Ein wirklich spannendes

00:00:44: Stück Genau!

00:00:46: Und unsere Mission für diese Analyse heute?

00:00:48: wir schneiden einfach mal durch dieses ganze laute Marketingversprechen von Low Code und schauen uns die harte geschäftliche Realität an.

00:00:57: das ist auch dringend nötig.

00:00:58: Ja voll.

00:00:59: Der Autor legt nämlich sehr präzise dar, wo sich da eigentlich versteckte Kosten ansammeln.

00:01:05: Und was technische Schulden in diesem speziellen Kontext wirklich bedeuten?

00:01:10: Und natürlich auch wie steil diese Lernkurve für Fachanwender in der Praxis dann tatsächlich ist!

00:01:15: Das wichtigste Ziel heute ist aber wir arbeiten heraus, wie der Mittelstand diese Werkzeuge als massiven Wettbewerbsvorteil nutzen kann und zwar ohne – und das ist der Knackpunkt – ohne unweigerlich im IT-Kaus zu versinken

00:01:29: Genau.

00:01:30: Und um diese Mechanismen mal so richtig sauber zu verlegen, habe ich natürlich wieder unseren Experten an meiner Seite.

00:01:36: Lass uns direkt einsteigen!

00:01:37: Sehr gerne.

00:01:39: Was hier besonders faszinierend ist das ist für mich diese Diskrepanz also die Diskrepans zwischen der wahrgenommenen Einfachheit von Low Code und der architektonischen Disziplin dies dann in der Praxis tatsächlich erfordert.

00:01:53: Dieses Klick klick fertig versprechen

00:01:55: Klicks eine fertige Unternehmenslösung hat.

00:01:58: Aber der Autor macht hier wirklich unmissverständlich klar, dass Power Apps ohne strikte Governance – also sprich ohne klare IT-Regeln und eine wirklich durchdachte Architektur fast ausnahmslos in einer unkontrollierten Schatten-IT endet!

00:02:12: Ja und das geht dann schnell ins Geld?

00:02:14: Richtig Fachabteilungen bauen dann isolierte Anwendungen, die Lizenzkosten eskalieren völlig unbemerkt im Hintergrund und am Ende sitzt das Unternehmen auf einem Berg technischer Schulden.

00:02:26: Und das gefährdet den eigentlichen Betrieb eher als dass es ihn beschleunigt?

00:02:30: Wenn wir also das Warum hinter diesen Dynamiken verstehen, können wir die Plattform wirklich als strategischen Hebel nutzen.

00:02:37: Okay lass uns das mal aufdröseln!

00:02:39: Der Artikel beginnt ja bei seiner Analyse direkt mit nem massiven betriebswirtschaftlichen Hebel für den Mittelstand und zwar die Nutzung von bestehenden Sankkosts im Microsoft-Ökosystem.

00:02:50: Ein ganz wichtiger Punkt!

00:02:52: Der Autor streicht daher heraus, dass die meisten Unternehmen ihre Microsoft-Drei-Fünfundsechzig-Lizenzen ohnehin schon bezahlen – das heißt, die Basisrechte für Power Apps liegen quasi schon ungenutzt in der sprichwörtlichen Schublade.

00:03:04: Genau, sie sind schon da….

00:03:06: Wenn jetzt also ein Team so eine interne Business App bauen will, die auf Standarddatenquellen basiert, also zum Beispiel einfache SharePoint-Listen oder OneDrive dann kostet das keinen zusätzlichen Cent an Microsoft.

00:03:18: Das ist ein enormer Wettbewerbsvorteil, man kann da die ersten zehn, zwanzig oder sogar fünfzig interne Apps quasi zum Nulltarif realisieren wenn man ohnehin schon in dieser Infrastruktur

00:03:28: lebt.".

00:03:44: Wer das Intelligent orchestriert, der schöpft einfach massiven Wert aus Budgets die sowieso jeden Monat abfließen.

00:03:52: Aber – und das ist wichtig!

00:03:53: Der Text zieht ja auch eine sehr harte und ehrliche Grenze.

00:03:57: Diese kostenfreie Standardumgebung, die ist eben nicht unendlich skalierbar?

00:04:01: Nee absolut nicht...

00:04:03: Der Outer führt hier den Begriff der Premiumschwelle ein….

00:04:06: Und das ist genau der Punkt an dem viele IT-Entscheider zum ersten Mal so richtig nervös werden.

00:04:12: Ja genau und diese Premium-Schwelle, die ist in der Praxis einfach wahnsinnig relevant.

00:04:16: Der Artikel bringt da ein sehr anschauliches Szenario.

00:04:19: Stell dir vor du hast den klassischen Außendienst.

00:04:23: Mitarbeiter tippen nach dem Kundenbesuch ihre Daten in irgendwelche lokalen Excel-Tabellen schicken sie dann per Mail an den Innendienst und dort werden die Informationen manuell in das ERP System übertragen.

00:04:36: Der

00:04:36: Klassiker!

00:04:37: Und das kostet unendlich viel Zeit und ist natürlich extrem fehleranfällig.

00:04:41: Wenn man das jetzt durch eine Power App auf dem Smartphone des Außendienstlers ersetzt, dann fließen diese Daten in Echtzeit und komplett ohne Übertragungsfehler direkt ins System.

00:04:50: Richtig!

00:04:51: Aber... Und das ist eben der Kernpunkt des Autors hier.

00:04:54: Diese Nahtose Integration in kritische Systeme, die ist dann eben nicht mehr durch diese Standard-Lizenzen abgebeckt.

00:05:00: Ganz genau!

00:05:01: Sobald du an professionelle, relationale Datenbanken andocken willst, verlässt du diese Inklusivwelt.

00:05:08: Der Text nennt hier explizit SQL Server, SAP, Salesforce oder eben auch Microsofts eigene Dataverse Datenbug.

00:05:15: Dataverse is da ja ein riesiges Thema?

00:05:17: Ja weil Dataverse es eben nicht einfach nur eine Tabelle im Hintergrund, das ist das hochperformante, relationale Datenrückrat der kompletten Power-Plattform.

00:05:27: Das steuert API Anfragen, Sicherheit und Logik zentral!

00:05:32: Und um diese Premium-Konnekturen und Dataverse überhaupt nutzen zu dürfen verlangt Microsoft dann eben Premium Lizenzen...

00:05:39: ...die dann monatlich pro Nutzer abgerechnet werden.

00:05:42: Und wenn dann eine Entscheider plötzlich sieht, dass eine App für, sagen wir mal, fünfhundert Außendienstlar auf einmal fünftstellige monatliche Lizenzkosten verursacht.

00:05:51: Dann entsteht da oft sofort ne Abwehrhaltung!

00:05:53: Man fürchtet einfach diesen Kontrollverlust im Lizenzzungell.

00:05:58: Ah so was bedeutet das alles?

00:06:00: Der Autor hält ja genau an dieser Stelle dagegen und dreht die Perspektive komplett

00:06:04: um.

00:06:06: Die Frage lautet laut dem Artikel eben nicht primär, was die Premium-Lizenz an sich kostet sondern die Frage ist Was kostet das Festhalten am Status quo?

00:06:16: Genau, das ist der entscheidende Punkt.

00:06:18: Ja weil was kostet diese ganze manuelle Doppel-Eingabe im Innendienst?

00:06:23: oder was kosten diese drei Tage Verzögerung im Bestellprozess Wenn man mal die Investitionen in Premium-Lizenzen gegen die Entwicklungszeit und die Kosten traditioneller Softwareentwicklung aufrechnet, wo man ja monatelang irgendwelche Schnittstellen programmieren müsste dann relativiert sich das Bild komplett.

00:06:39: Ja voll!

00:06:39: Der ROI also der Return on Investment ist laut der Quelle bei klug ausgewählten Prozessen extrem kurz.

00:06:47: Das amortisiert sich oft schon im allerersten Quartal.

00:06:50: Wenn wir das mal in den größeren Kontext einordnen, dann geht es hier eigentlich um die strategische Allokation von Ressourcen.

00:06:56: Man nutzt die Sankkosts für die trivialen Abteilungs-Apps aber man investiert ganz gezielt in Premium Lizenzen dort wo Kernprozesse drastisch beschleunigt werden.

00:07:05: Der Fehler, den der Autor anprangert ist wirklich diese pauschale Ablehnung von Premium Lizensen.

00:07:12: einfach so aus Prinzip Weil wer Premium maldet, obwohl der Business Case eigentlich positiv ist, der zwingt seine Entwickler dazu unsaubere Workarounds mit Standardkonnektoren zu basteln.

00:07:23: Oh ja und das führt uns direkt zum nächsten großen Themenkomplex des Textes – hier wird es wirklich interessant!

00:07:30: Es geht um die Lernkurve

00:07:34: Ein Lieblingsthema.

00:07:35: Wenn wir ja über die Lernkurve sprechen, der wird im Marketing hier oft das Bild des sogenannten Citizen-Developers gezeichnet.

00:07:40: Der Fachanwender als Entwickler.

00:07:42: Genau!

00:07:43: Es wird suggeriert dass plötzlich jedem Unternehmen Software bauen kann und der Artikel bestätigt es sogar zum Teil und nennt das das Excel Phänomen.

00:07:51: Die Einstiegshürde ist tatsächlich extrem niedrig.

00:07:54: Ja, das ist sie!

00:07:55: Die Sprache dahinter PowerFX die es so konzipiert dass jemand der komplexe Excel Formeln wie SV Verweise oder wenn dann Logiken beherrscht Der kann innerhalb von wenigen Tagen einen funktionierenden Prototypen zusammenbauen.

00:08:09: Das bringt eine unglaubliche Geschwindigkeit in die Fachabteilungen einfach weil Sie nicht mehr wochenlang auf die IT warten müssen.

00:08:15: Das stimmt und dieser initiale Erfolg ist psychologisch auch sehr wertvoll für die Akzeptanz der Plattform.

00:08:22: Die Mitarbeiter erleben da sofortige Selbstwirksamkeit, aber – und hier bremst der Text die Euphorie dann sanft ein – er warnt sehr eindringlich vor der sogenannten Profi-Hürde!

00:08:34: Dieser nahtlose Übergang vom einfachen, kleinen Prototypen zur echten unternehmenskritischen Anwendung ist eine Illusion.

00:08:43: Wenn aus dem kleinen Helfer-Tool für drei Kollegen plötzlich die zentrale Steuerungs-App für die ganze Abteilung wird – dann stößt der Autodidakt ganz hart an Systemgranzen!

00:08:54: Der Autor identifiziert da drei ganz konkrete Säulen des Scheiterns, an denen dieses Citizen-Developer regelmäßig scheitern wenn die IT nicht unterstützend eingreift.

00:09:04: Diese drei Säule – das ist wirklich der absolute Kern des Artikels gerade wenn es um die Risikobewertung geht – lasst uns die mal im Detail durchgehen!

00:09:12: Die erste Säuler, an der viele scheittern, ist die Sicherheit und damit ist jetzt nicht gemeint dass jemand einfach sein Passwort vergisst

00:09:20: Ganz genau.

00:09:21: Ein wirklich klassischer Fehler von Fachanwändern ist es, Sicherheit rein auf der Benutzeroberfläche abzuhandeln – also auf der UI-Ebene!

00:09:30: Da baut ein Mitarbeiter eine App und blendet dann einfach den Button Löschen aus oder versteckt sensible Gehaltsdaten wenn ein normaler Angestellter die App öffnet.

00:09:38: Was für den Line ja total sicher aussieht?

00:09:41: Ja, optisch ist der Button weg.

00:09:43: Aber im Hintergrund auf der Datenbank Ebene hat die App weiterhin vollen Zugriff auf alle Datensätze.

00:09:50: Jeder, der weiß wie man die APIs direkt anspricht oder die App einfach im Browser-Entwickler-Modus manipuliert.

00:09:56: Der kann an diese Daten gelangen.

00:09:57: Wahnsinn!

00:09:58: Echte Sicherheit muss zwingend auf der Datenbank-Ebene implementiert werden – also zum Beispiel über rollbased access control in Dataverse.

00:10:07: Wenn man das ignoriert, kreiert man massive Compliance-Risiken.

00:10:10: Das ist ein exzellenter Punkt.

00:10:11: Einfach eine Element unsichtbar zu machen, ist eben kein echtes Schloss an der Tö.

00:10:16: Richtig!

00:10:17: Die zweite Säule, die der Text anführt – das ist die Skalierbarkeit.

00:10:21: Und hier fällt im Artikel auf das Stichwort Delegation!

00:10:24: Für jeden, der jetzt noch nie so ein gelbes Warn-Dreiheit in Power-Apps gesehen hat….

00:10:28: was genau bemängelt der Autor hier wenn er sagt?

00:10:31: Unsaubere Apps brechen unter Last zusammen.

00:10:33: Nahl wichtiges technisches Konzept in diesen Low Code Umgebungen.

00:10:37: Stell dir vor du hast eine App Die ist mit einer Datenbank verbunden, in der sagen wir «fünfzigtausend Kunden stehen».

00:10:44: Wenn der Citizen-Developer da nun eine Suchfunktion einbaut und die Formel unsauber schreibt dann schlägt die sogenannte Delegation fehl.

00:10:51: Das bedeutet anstatt dass die App den Server bittet hey suche mir bitte den Kunden Müller und schicke mir nur diesen einen Datensatz zurück was ja in Millisekunden passieren würde lädt die App im Hintergrund stattdessen alle fünfzigtause Datensätze komplett über das Netzwerk auf das Smartphone des Nutzers herunter um dann erst lokal nach Müller zu suchen.

00:11:11: Was bei drei Testdatensätzen im Büro natürlich wunderbar funktioniert, aber im echten Betrieb das komplette System lahmlegt?

00:11:18: Genau das ist die Falle!

00:11:19: Und PowerApps hat da Schutzmechanismen eingebaut und kappt solche nicht delegierbaren Abfragen standardmäßig bei fünfhundert Datensetzen ab – d. h., der Anwender sucht nach Mülla findet ihn nicht Der Kunde existiert nicht.

00:11:35: Dabei

00:11:35: wurde er nur abgeschnitten, weil die App die Datenmenge nicht handhaben konnte?

00:11:38: Exakt!

00:11:39: Die App stürzt vielleicht nicht mal ab – sie liefert einfach falsche Ergebnisse und das oft völlig unbemerkt.

00:11:46: Und um solche Skalierbarkeitsprobleme zu lösen braucht man ein tiefes Verständnis für Datenstrukturen.

00:11:53: Das kann einem reinen Fachanwender gar nicht abverlangen.

00:11:55: Nein absolut nicht…und dann kommt die dritte Säule des Scheiterns …die nennt der Artikel fast schon liebevoll das Legacy-Monster.

00:12:04: Und das ist die Wartbarkeit!

00:12:06: Das ist ja so das klassische Szenario, dass wir in der IT immer wieder sehen.

00:12:10: Nehmen wir an – Der Vertriebsleiter Thomas baut in monatelanger leidenschaftlicher Feierabendarbeit eine App, die den kompletten Provisionsprozess des Unternehmens steuert.

00:12:21: Die App ist genial alle nutzen sie und dann geht Thomas in den Vorruhestand nach Mallorca.

00:12:26: Ein halbes Jahr später ändert Microsoft irgendeine Schnittstelle oder das ERP-System bekommt ein Update und bumm, die App funktioniert nicht mehr.

00:12:34: Das ist der absolute Albtraum für jede IT-Abteilung!

00:12:38: Denn Thomas hat als Auto-Didakte natürlich keine professionelle Dokumentation geschrieben – Die Formeln in seiner App sind wahrscheinlich ein wildes Geflecht aus Workarounds und völlig verschachtelten Befielen.

00:12:50: Und im schlimmsten Fall hat die IT-Abteilung nicht einmal Administratorzugriff auf die Umgebung, in der die App liegt.

00:12:58: Weil Thomas die einfach in seiner persönlichen Standardumgebung gebaut hat.

00:13:02: Das Unternehmen ist dann plötzlich hochgradig abhängig von einer Blackbox Die absolut niemand versteht und die sich kaum noch reparieren lässt.

00:13:11: Der geschäftskritische Prozess steht dann komplett still.

00:13:16: Wenn der Autor nun fordert, dass die IT hier eingreifen muss, strikte Architekturen vorgibt und Freigabeprozesse etabliert bremst diese ganze Governance nicht exakt diese Geschwindigkeit und diese Demokratisierung wieder aus, die uns Low Code doch überhaupt erst versprochen hat?

00:13:31: Das ist ein schmaler Grad.

00:13:32: Und den behandelt der Text wirklich sehr differenziert!

00:13:35: Der Autor plädiert hier nicht für eine Rückkehr zur monolitischen, langsamen IT von früher – wo man jedes Feld in einer App monatelang beantragen muss.

00:13:44: Er spricht von Leitplanken!

00:13:47: Das Konzept der Governance in Low Code bedeutet einfach dass die IT das sichere Fundament gießt auf dem die Fachabteilungen dann kreativ werden dürfen.

00:13:56: Es ist ausdrücklich gewollt, dass die Abteilungen das User-Interface und die Prozesslogik selbst designen.

00:14:02: Weil sie kennen ihre Abläufe ja am besten!

00:14:04: Aber die Infrastruktur darunter muss von Profis verwoltet werden.

00:14:10: einen engagierten Citizen Developer komplett ohne IT-Leitplanken agieren zu lassen.

00:14:15: Das ist im Grunde so, als würdest du deinen absolut besten Verkäufer bitten die Elektrik im neuen Bürogebäude zu verkabeln.

00:14:21: Schönes Bild!

00:14:22: Er weiß vielleicht genau wo die Steckdosen und Lichtschalter im Vertriebsbüro sein müssen damit sein Team perfekt arbeiten kann aber wenn er dann anfängt die Kabel zu ziehen brennt ihr am Ende wahrscheinlich das ganze Gebäude ab.

00:14:34: Die IT muss einfach den Sicherungskasten und die Hauptleitungen verlegen, damit der Verkäufer gefahrlos seine Lampen anschließen kann.

00:14:41: Perfekt zusammengefasst!

00:14:43: Wie sieht diese Arbeitsteilung laut dem Artikel denn in der Praxis dann

00:14:46: aus?

00:14:47: Der Text nennt da ganz konkrete Strukturen – allen voran das sogenannte Center of Excellence.

00:14:53: Das ist jetzt kein abstraktes Konzept sondern ein greifbares Gremium aus IT- und Business, das gemeinsam Spielregeln festlegt.

00:15:01: Das beginnt schon bei DLP-Richtlinien, also Data Lost Prevention.

00:15:06: Die IT konfiguriert das System so dass eine App beispielsweise niemals gleichzeitig Daten aus dem internen hochsensiblen SAP-System lesen und diese dann unverschlüsselt an einen externen Twitter Account senden kann.

00:15:20: die Plattform blockiert es dann einfach technisch.

00:15:23: Und der zweite essenzielle Punkt sind professionelle ALM Pipelines Also Application Lifecycle Management.

00:15:30: Das betrifft genau unser Beispiel mit Vertriebsleiter Thomas, der nach Mallorca gegangen ist.

00:15:35: Exakt!

00:15:36: In einer ungemanagten Umgebung, da baut Thomas seine App direkt live im produktiven System.

00:15:42: Wenn er da einen Fehler macht steht der Prozess.

00:15:45: Mit sauberem ALM gibt es stattdessen strikt getrennte Umgebungen Eine Entwicklungsumgebung in der gefahrlos getestet und gebastelt werden darf eine Testumgebung zur Validierung und erst am Schluss eine Produktionsumgebungen, in der die echten Geschäftsdaten legen.

00:16:02: Citizen Developer dürfen dann nur in der Entwicklungsumgebung arbeiten.

00:16:06: Ah, verstehe!

00:16:07: Und die Übertragung in die Produktion übernimmt ein automatisierter von der IT-Überwachter Prozess.

00:16:13: So stellt man einfach sicher das keine ungetesteten Änderungen des Unternehmen lahmlegen und dass der Code immer versioniert und nachvollziehbar bleibt.

00:16:21: Das

00:16:21: führt uns zu einer weiteren extrem interessanten Ebene, die der Text aufmacht und die betrifft direkt die Finanzentscheider in den Unternehmen.

00:16:28: Die Art und Weise wie Software heute budgetiert und betrachtet wird, die hat sich ja fundamental gewandelt.

00:16:32: Ja total!

00:16:33: Wer

00:16:33: Autor führt als vierte Säule des Erfolgs das Subscription-Modell ein?

00:16:37: Warum ist so ein Abonnementkonzept laut dem Text nicht einfach nur ein Lizenzmodell sondern eine echte operative Notwendigkeit?

00:16:45: Wenn wir es in den größeren Zusammenhang einordnen dann stellt der Autor die These

00:16:50: auf

00:16:50: dass Software im Jahr zwanzig sechsundzwanzig kein fixes Produkt mehr ist.

00:16:55: Es ist kein Haus, das man einmal fertig baut, Schlüssel übergibt und dann zehn Jahre stehen lässt.

00:17:01: Software ist heute ein lebender Organismus.

00:17:04: Klassische IT-Projekte arbeiten ja oft mit starren Einmalbudgets sogenannten Cuphacks – also Capital Expenditures.

00:17:11: Da schätzt man im Vorfeld okay die Appentwicklung kostet fünfzigtausend Euro Aber in der Realität ändern sich die Anforderungen der Fachabteilung während der Entwicklung permanent das berüchtigte Scope Creep.

00:17:23: Das Budget wird dann gesprengt, das Projekt verzögert sich endlos...

00:17:26: Genau und der Artikel argumentiert dass Low Code Projekte in diesen klassischen starren Korsett fast zwangsläufig scheitern müssen.

00:17:34: Eben weil sich die Business-Realität viel schneller dreht als so ein langes Einmalprojekt abgewickelt werden kann.

00:17:41: Die Lösung ist laut dem Text also der Wechsel von CupHacks zu OPEX, also zu planbaren Betriebsausgaben.

00:17:49: Anstatt da einmalig eine riesige Summe für ein starres Projekt freizugeben, bucht das Unternehmen ein kontinuierliches Subscription-Modell – Das kann bei einem externen Partner sein oder als intern umgelegtes Budget.

00:18:02: Das gibt im CFO auf jeden Fall verlässliche monatliche Zahlen.

00:18:06: Aber der Text hebt noch zwei operative Aspekte dieses Abos hervor, die eigentlich über die reine Finanzierungsfrage hinausgehen.

00:18:13: Das sind kontinuierliches Mentoring und der Schutz vor Breaking Changes.

00:18:18: Diese beiden Punkte sind wirklich der Schlüssel zur langfristigen Wertschöpflung.

00:18:23: Kontinuiers mentoring löst das Problem des harten Projektendes.

00:18:28: Normalerweise ist es ja so, eine App wird gelauncht das externe Projektteam zieht ab und die Mitarbeiter stehen plötzlich völlig allein da.

00:18:36: Im Subscription-Modell wandelt sich die Rolle der Experten!

00:18:40: Die fungieren dann als dauerhafte Mentoren für die Citizen-Developer.

00:18:45: Wenn jetzt also ein Fachanwender bei einer komplexen Datenabfrage an seine Grenzen stößt, dann übernimmt der Mentor quasi on the job, erklärt ihm das Konzept der Delegation und hilft dem Mitarbeiter das Problem selbst zu lösen.

00:18:59: Das hält das Frustrationslevel extrem niedrig echte Kompetenzen auf.

00:19:27: Falls also ein Connector veraltet ist, das ist dann ein Breaking Change.

00:19:30: Dann wird es im Rahmen dieses Abonnements proaktiv beoben noch bevor die App draußen im Vertrieb ausfällt.

00:19:36: Man erkauft sich damit also die Garantie dass die Investition nicht nach zwei Jahren wieder zu so einem unbrauchbaren Legacy-Monster verfällt.

00:19:42: Ganz genau!

00:19:43: Es geht da um die nachhaltige Sicherung des Systems in einer sich permanent wandelnden Cloud-Architektur.

00:19:50: Und wenn wir mal all diese Facetten unserer heutigen Quellenanalyse synthetisieren, dann zeichnet der Auto da ein sehr, sehr klares Bild!

00:19:58: Power Apps und diese ganze Power-Plattform sind keine magischen Zauberstäbe für kostenlose IT Wunder – es sind hochpotente Enterprise-Werkzeuge.

00:20:08: Der wirtschaftliche Erfolg hängt an drei zentralen Bedingungen, die das Unternehmen aktiv managen muss.

00:20:14: Lass uns diese drei Kernbedingungen zum Schluss noch einmal fokussiert zusammenfassen!

00:20:18: Sehr gerne.

00:20:19: Erstens – strategische Lizenztransparenz.

00:20:22: Man nutzt den Zankkostvorteil für die Masse an kleinen Standard-Apps aber man investiert das Budget für Premium-Lizenzen dann auch mutig und gezielt dort wo geschäftskretische Prozesse beschleunigt werden und der ROI offensichtlich ist.

00:20:38: Eine aktiv gesteuerte Lernkurve durch Governance?

00:20:43: Citizen Developer brauchen Freiraum im Design, aber eben zwingend diese architektonischen Leitplanken – Center of Excellence und ALM Pipelines um Skalierbarkeits- und Sicherheitsprobleme zu verhindern.

00:20:58: Und Drittens Der Wechsel zur einer kontinuierlichen Begleitung.

00:21:02: Durch Subscription-Modelle, dauerhaftes Mentoring und proaktive Wartung wird Software als lebender Prozess verstanden und das Risiko technischer Schulden minimiert.

00:21:14: Wer diese Mechanismen etabliert, der macht aus technischer Komplexität einen messbaren absolut uneinholbaren

00:21:20: Wettbewerbsvorsprung.".

00:21:22: Und das macht die strategische Weitsicht auch so extrem entscheidend für dich als Zuhörer.

00:21:29: Egal ob die jetzt IT-Budgets freigibst, ob du als Abteilungsleiter Prozesse digitalisieren musst oder ob Du als Architekt einfach verhindern willst das Dein Unternehmen in teure Sackgassen navigiert.

00:21:41: Zu erkennen dass diese enorme Entwicklungsgeschwindigkeit zwingend ein massives architektonisches Fundament benötigt ist der absolute Schlüssel um mit Low Code nicht nur herum zu experimentieren sondern wirklich das Business zu transformieren.

00:21:56: Das wirft eine wichtige Frage auf, wenn wir diese Entwicklung mal konsequent weiterdenken.

00:22:01: Eine sehr fundamentale Frage sogar!

00:22:04: Wenn Low Code und das Ganze wird ja zunehmend auch noch flankiert von generativer KI ist künftig tatsächlich fast jedem Mitarbeiter ermöglicht die Prozesslogik und das Interface seiner Tools selbst zu bauen – und wenn gleichzeitig das Überleben der IT davon abhängt, diese Flut an Apps architektonisch abzusichern?

00:22:23: wird die Rolle des klassischen Software-Entwicklers der händisch Zeile für Zeile Coat schreibt, dann in Zukunft vielleicht komplett obsolet?

00:22:32: Das ist sehr wichtig.

00:22:33: Werden IT-Experten in absehbarer Zukunft vielleicht ausschließlich als strenge Architekten, Mentoren und Grenzenschützer für einen riesigen Schwarm von Citizen-Developern fungieren anstatt selbst Software zu programmieren?

00:22:46: Das

00:22:46: is wirklich ein spannender Punkt!

00:22:48: Wenn sich die Hauptaufgabe der IT weg vom eigentlichen Programmieren hin zum reinen Orchesterieren und überwachen von Fachanwendern verschiebt, das ändert ja die komplette Identität des Software-Entwicklers.

00:23:00: Das ist definitiv ein Gedanke den du im Hinterkopf behalten solltest wenn du das nächste Mal das leere Canvas einer neuen App öffnest.

00:23:08: Danke dir dass du dir heute Zeit für diese detaillierte Analyse genommen hast!

00:23:13: Wir hoffen du gehst mit klaren strategischen Erkenntnissen in dein nächstes Projekt Bis zu unserem nächsten Deep Dive.

00:23:20: Vielen Dank für das Interesse und auf Wiedersehen!

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