Quick-Briefing – Copilot Studio – Autonome KI-Agenten statt passiver Chatbots

Shownotes

In diesem Quick-Briefing besprechen wir:

• Der Paradigmenwechsel: Warum KI-Agenten nicht nur Informationen bereitstellen, sondern zunehmend Geschäftsprozesse unterstützen und automatisieren könnenD

• Der Agent als Akteur: Wie Copilot Studio ERP- und CRM-Systeme einbindet, Informationen prüft und Aufgaben vorbereitet

• Die digitale Schlüsselkarte: Welche Rolle Single Sign-On (SSO) dabei spielt, Zugriffsrechte und Berechtigungen auch für KI-Agenten konsistent umzusetzen

• Governance statt Schatten-IT: Wie Copilot Studio in die Microsoft-365-Umgebung integriert wird und Unternehmen dabei unterstützt, Datensouveränität und Compliance-Anforderungen zu berücksichtigen

• Human-in-the-Loop: Warum menschliche Kontrolle bei kritischen Entscheidungen weiterhin unverzichtbar bleibt und Risiken durch fehlerhafte KI-Ergebnisse reduziert

Weiterführende Informationen

Diese Episode basiert auf einem ausführlichen Fachbeitrag.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier: https://rohinie.com/copilot-studio-prozesse/

Transkript anzeigen

00:00:00: Also willkommen zu unserer neuen Recherche.

00:00:03: Schön, dass du heute dabei bist!

00:00:05: Bisher haben wir KI ja eigentlich eher so genutzt um uns naja ausufernde E-Mails zusammenfassen zu lassen.

00:00:13: Mhm oder halt Infos aus irgendwelchen langen PDFs zu fischen?

00:00:16: Genau.

00:00:17: aber das Strategiepapier zu Copilot Studios, das wir heute für dich auf dem Tisch haben, das ändert die Spielregeln wirklich massiv.

00:00:24: Das kann man wohl laut sagen.

00:00:25: Stell dir mal vor Die KI prüft plötzlich selbstständig Rechnungen und steuert komplette Logistikprozesse.

00:00:32: Das ist so ein Sprung von einem extrem schlauen, aber passiven Lexikon hin zu einem eigenständigen Assistenten – also einem der nicht nur weiß wie man Kaffee kocht sondern ihn dir quasi unaufgefordert auf den Schreibtisch stellt!

00:00:44: Der Kontrast zur bisherigen Nutzung ist da echt enorm.

00:00:48: Weil wenn du heute einen klassischen Chatbot auf einer Website fragst, wie du in den Artikel zurückgibst, wirft er dir ja stumpfnen Link zu den Rückgabebedingungen hin!

00:00:57: Richtig der ist rein reaktiv.

00:00:58: Genau ein autonomer Agent im Co-Pilot Studio hingegen wird zum Akteur.

00:01:03: Er lockt sich ins ERP System ein...

00:01:05: Also in diese zentrale Software für die ganzen Ressourcen?

00:01:08: Exakt Der prüft dort deine Kundendaten, erstellt direkt das Versandlabel und merkt sogar die Gutschrift in der Buchhaltung zur Freigabe vor.

00:01:16: Wahnsinn!

00:01:17: Ja und da verschiebt sich eben auch der Fokus für Unternehmen.

00:01:20: es geht nicht mehr nur darum nervige Support-Tickets irgendwie abzuwehren.

00:01:23: Es geht darum die Durchlaufzeit von kompletten Prozessen radikal zu verkürzen.

00:01:27: Aber warte mal kurz wenn die KI jetzt diesen ganzen Prozess von A bis Z übernimmt machen wir damit nicht langfristig die halbe Belegschaft überflüssig?

00:01:37: Das klingt für mich stark nach kompletter Wegrationalisierung.

00:01:41: Auf den ersten Blick vielleicht ja, aber wenn wir uns die eigentliche Strategie dahinter ansehen geht es um Skalierung.

00:01:49: Unternehmen wollen wachsen und mehr Aufträge abwickeln ohne proportional direkt neues Personal einstellen zu müssen.

00:01:56: Hochqualifizierte Wittarbeiter werden schlichtweg von diesen repetitiven Klickarbeiten befreit.

00:02:02: Also wie dem ständigen manuellen Abgleichen von Versandnummern?

00:02:06: Richtig!

00:02:07: Und dadurch entsteht dann endlich wieder Raum für Aufgaben, die echte strategisches Denken erfordern.

00:02:12: Das klingt nach einem massiven Effizienzgewinn.

00:02:15: aber wenn diese KI jetzt selbstständig Rechnungen schreibt und Daten verschiebt öffnet das doch Tür und Tor für absolutes Chaos oder?

00:02:23: Wie

00:02:23: meinst du das genau?

00:02:24: Naja die KI soll ja kein wilder Cowboy in unseren Firmendaten sein der einfach Machtwasser will eher wie ein Mitarbeiter mit einer streng limitierten Schlüsselkarte.

00:02:34: Sehr schöner Vergleich.

00:02:35: Und genau so funktioniert das auch über das Single-Sign On-Prinzip, wenn du der KI sagst, analysiere alle Gehälter und deine eigene Schlüsselkarte hat überhaupt keinen Zugang zum HR Ordner dann prallt die KI an genau derselben verschlossenen digitalen Tür ab wie du!

00:02:51: Ah

00:02:52: ok... Die KI agiert also immer unter der Identität des jeweiligen Nutzers und erbt exakt dessen Zugriffsrichter

00:03:00: Ganz genau!

00:03:01: Und das ist übrigens auch das stärkste Mittel gegen die sogenannte Schatten-IT.

00:03:05: Oh ja, dieses verbreitete Problem – dass Abteilungen heimlich ungeschützte Drittanbietertools nutzen.

00:03:11: Richtig von denen die IT-Abteilung gar nichts weiß.

00:03:14: CoPilot Studio nutzt stattdessen das bestehende Microsoft Ökosystem.

00:03:19: und was besonders für den Dachraum extrem wichtig ist….

00:03:23: …ist die Datensouveränität.

00:03:25: Das heißt, die Daten bleiben lokal?

00:03:27: Ja In Rechenzentren in Deutschland, Österreich oder der Schweiz.

00:03:31: Die Datensouveränität bleibt also komplett gewahrt

00:03:34: Aber selbst der Gewissenhafteste Mitarbeiter mit der strengsten Schlüsselkarte macht ja mal Fehler.

00:03:40: Was passiert bei diesen berüchtigten KI-Haluzinationen?

00:03:45: Oh das ist ein wichtiger Punkt

00:03:46: Weil wenn die KI plötzlich Fakten erfindet und einem Kunden völlig absurde Konditionen anbietet

00:03:52: Dann haftet ganz klar das Unternehmen.

00:03:55: Eine KI hat schließlich keine eigene Rechtspersönlichkeit.

00:03:58: Wenn der Agent einen fiktiven Rabatt von achtzig Prozent erfindet und rausschickt, muss das Unternehmen dafür gerade stehen.

00:04:04: Oha!

00:04:05: Das ist natürlich ein Risiko?

00:04:07: Ja – Und die technische Lösung dafür ist das Human in the Loop-Modell.

00:04:12: Man lässt die KI eigentlich nur bei internen risikorahmen Standardprozessen völlig autonom laufen.

00:04:18: Und bei den wichtigen Sachen?

00:04:19: Sobald es um externe Partner-, Verträge oder Finanztransaktionen geht baut man einen Zwischenschritt ein.

00:04:25: Da muss ein Mensch das Ergebnis noch mal verifizieren.

00:04:29: Ein weiteres Risiko, dass im Dachraum oft übersehen wird ist die Sprachbarriere.

00:04:34: Die Modelle sind auf Englisch einfach am stärksten trainiert.

00:04:37: Ah, das heißt deutschsprachige Workflows müssen intensiver auf Logikfehler getestet werden?

00:04:42: Definitiv!

00:04:43: Du fragst dich jetzt vielleicht warum sollte ich diese ganze KI-Infrastruktur überhaupt aufbauen wenn ich am Ende wegen der Haftung doch jeden Schritt kontrollieren und selbst auf Senden klicken muss?

00:04:53: Ganz einfach weil die KI die gesamte komplexe Vorarbeit leistet.

00:04:57: sie sucht die Daten aus drei verschiedenen Systemen zusammen füllt Formulare aus und bereitet die Entscheidung vor.

00:05:04: Man spart sich also Stunden an manueller Fleißarbeit.

00:05:07: Exakt!

00:05:08: Und wer heute mit solchen geführten Pilotphasen beginnt, der schützt seine Investitionen strategisch.

00:05:14: Das ist ein massiver Wettbewerbsvorteil gegenüber denjenigen, die noch alles händisch abtippen.

00:05:19: Die Ära – der simplen Wissensabfrage – ist wirklich vorbei.

00:05:23: Wir bauen künftig ganze flotten spezialisierte Agenten auf

00:05:28: Wenn das Risikomanagement stimmt und man schrittweise vorgeht.

00:05:31: Handeln statt abwarten ist hier echt die Devise.

00:05:33: Bevor

00:05:34: wir dich für heute aus dieser Analyse entlassen, haben wir noch einen kleinen aber provokanten Gedanken für dich zu mitnehmen.

00:05:41: Wenn Unternehmen künftig autonome KI-Agenten einsetzen um Verträge auszuhandeln oder Logistikketten zu steuern – was passiert eigentlich wenn unser KI-Agent anfängt völlig autonom mit dem KI-agenten eines anderen Unternehmens zu verhandeln?

00:05:58: Das ist eine ziemlich verrückte Vorstellung,

00:06:00: oder?

00:06:01: Wer definiert denn dann die moralischen und wirtschaftlichen Grenzen in einer reinen Maschine zu Maschinewirtschaft.

00:06:07: Ein faszinierender Gedanke wie ich finde bis wir das herausfinden freue ich mich erst mal darüber dass mein digitaler Assistent mir zumindest im übertragenen Sinne unauffordert den Kaffee serviert.

00:06:19: danke dass du heute dabei warst.

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